1,6 Millionen Euro

86 mobile Häuser aus Litauen für 1000 neue Flüchtlinge in Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg. Für die Unterbringung von weiteren hunderten Flüchtlingen hat Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel im Auftrag seiner Bürgermeisterkollegen aus dem Landkreis bei einem litauischen Hersteller 86 Wohncontainer bestellt. Die Kosten von 1,6 Millionen Euro soll der Landkreis übernehmen.

Der Kreis wird sich wiederum refinanzieren über die Tagespauschalen, die Land und Bund für die Unterbringung von Flüchtlingen an die Kommunen zahlen.

Bis zum Jahresende werden rund 1000 neue Flüchtlinge im Landkreis erwartet, die dauerhaft ein festes Dach über dem Kopf benötigen. Um angesichts dieser Zahlen nicht gänzlich die Kontrolle zu verlieren, hat Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel als Mitarbeiter im Führungsstab der Rathauschefs die Aufgabe übernommen, Wohncontainer zu beschaffen. Keine leichte Aufgabe angesichts der Tatsache, dass der Markt durch die Flüchtlingskrise seit Monaten europaweit abgegrast ist.

Linnekugel hat es dennoch geschafft, in Litauen einen Hersteller von sogenannten Mobile Homes zu finden, der Häuser auf Rädern produziert, wie sie unter anderem in den USA weit verbreitet sind. „Vor fünf Wochen waren noch 500 Stück vorhanden“, berichtet der Rathauschef.

Diese Information habe er zeitnah an das hessische Innenministerium weitergeben, weil dort ja auch nach Alternativen zur Unterbringung von Flüchtlingen gesucht werde. Aus Wiesbaden sei jedoch keinerlei Rückmeldung gekommen. Inzwischen seien 400 Mobile Homes nach Schweden verkauft. 86 habe er für Waldeck-Frankenberg reserviert. Die Gemeinden hier hätten davon zwischen zwei und zehn für sich vorgemerkt.

Die Mobile Homes kommen in zwei unterschiedlichen Größen, einmal für sechs bis sieben Bewohner, einmal für acht bis zehn. Die Kosten werden je nach Belegung von Land und Bund refinanziert. (es)

Quelle: HNA

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