Verein hat anderen Standort ausgesucht

Modell der Quernst-Kapelle im Kellerwald stört auf Fotos

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Im Fokus: Das vor der Kapelle positionierte Quernst-Modell ist beim Fotografieren im Weg und soll deshalb jetzt auf Anregung des Quernst-Vereins weiter unterhalb des Originals aufgestellt werden. 

Altenlotheim. Das von der Bad Wildunger Holzfachschule vor zwei Jahren gestiftete Quernst-Modell soll einen anderen Platz bekommen.

Die Miniaturausgabe, die bislang unmittelbar vor dem Original steht, stört auf Fotos.

Das Modell wird nun weiter nach unten versetzt. Dies teilte der Vorsitzende des Vereins Freunde der Quernst, Bürgermeister Björn Brede, jetzt in der Jahreshauptversammlung mit.

Es habe in der Vergangenheit kritische Stimmen zum aktuellen Standort gegeben, so Brede. Insbesondere sei bemängelt worden, dass das Modell bei Fotoaufnahmen optisch störe. Vereinsmitglied Manfred Albus habe deswegen Gespräche mit Nationalparkleiter Manfred Bauer geführt und dieser habe zugesagt, das Modell an eine andere Stelle zu platzieren.

„Ich habe vorgeschlagen, den Bereich auszuwählen, wo der rollstuhlgerechte Fußweg zur Quernst anfängt“, sagte Albus der HNA. Die Entscheidung liege aber letztlich beim Nationalpark.

Ein „toller Erfolg“ sei der im letzten Jahr aufgelegte Flyer von der Quernst, sagte Brede und dankte den Beteiligten.

In seinem Ausblick für das laufende Jahr kündigte Brede an, dass am 10. Mai (Himmelfahrtstag) um 11 Uhr ein Familiengottesdienst mit sechs Taufen stattfinde und die Hubertusmesse mit der Bläsergruppe Frankenberg am 16. September gefeiert werde. Ein dickes Lob gab es in dem Zusammenhang für Hartmut Scheerer, der bei Quernst-Gottesdiensten federführend für das nötige Equipment sorgt. Auch ein gemeinsamer Arbeitseinsatz mit dem Nationalparkamt sei wieder geplant, kündigte Brede an.

Thema in der Jahreshauptversammlung war auch die ehemalige Kirchhofsmauer der alten Quernstkirche, deren Überreste noch vereinzelt sichtbar sind. Da sie einzustürzen droht, hatte ein Vereinsmitglied den Antrag gestellt, das letzte Teilstück – in enger Abstimmung mit dem Landesmat für Denkmalpflege – wieder instandzusetzen.

Manfred Albus hatte daraufhin hierüber mit Bezirksarchäologen Dr. Klaus Sippel gesprochen und den Hinweis erhalten, dass die Zuständigkeit für etwaige Sanierungsarbeiten grundsätzlich beim Nationalparkamt in Abstimmung mit der Denkmalpflege liege. „Wir als Verein dürfen also gar nichts machen“, betonte Albus.

Zudem sei die Mauer bereits im Jahr 1989 „unsachgemäß“ saniert worden, mit der Folge, dass nach Auffassung des Denkmalschutzamtes inzwischen nur noch die unter der Erde liegenden Teile denkmalrelevant seien. „Wir tun also gut daran, das Bodendenkmal in Ruhe zu lassen“, sagte Albus abschließend.

Rainer Lange stellte schließlich eine für August dieses Jahres geplante Tagesfahrt nach Meschede mit Besuch des Klosters Abtei Königsmünster und des Sauerländer Besucherbergwerks vor. Das genaue Datum soll noch bekanntgegeben werden. Kosten pro Person: 40 Euro mit Essen oder 30 Euro ohne Essen. Die Abfahrt sei für 8 Uhr geplant.

Der Verein will sich zudem am 8. August auf dem Heideblütenfest, am 7. Oktober auf dem Herbstmarkt am Nationalparkhaus und beim Arche-Tag am 30. September in Frankenau präsentieren. 

Quelle: HNA

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