Dorferneuerung in Somplar

Moderne in alten Gemäuern

Bromskirchen-Somplar - Tobias Vaupel aus Somplar hat sich einiges vorgenommen: Er hat in seinem Heimatort ein Fachwerkhaus gekauft, das komplett saniert werden muss. Finanziell gefördert wird er dafür vom Hessischen Dorferneuerungsprogramm.

Es ist die erste größere Förderung eines historischen Gebäudes in Somplar, das zudem komplett saniert wird: Dafür erhält Tobias Vaupel finanzielle Unterstützung durch das Hessische Dorferneuerungsprogramm. Walter Rinklin von der Stabsstelle Ländlicher Raum des Landkreises zählt Gründe für die finanzielle Förderung auf:

Die Attraktivität des ländlichen Raumes solle bewahrt und der Wegzug junger, gut ausgebildeter Menschen verhindert werden. Zudem sollen historische Bausubstanzen erhalten werden, um den Bezug zur Heimat aufrecht zu erhalten. Verbundenheit zur Heimat Dies ist auch Tobias Vaupel wichtig: „Ich habe eine große Verbundenheit zu meinem Heimatort“, erläutert der 26-Jährige. Für den Kauf des Fachwerkhauses, das rund 100 Jahre alt ist, hatte er konkrete Beweggründe: „Ich wollte verhindern, dass daraus eine Ruine werden würde, nachdem die Besitzerin verstorben war.“ Diese Befürchtung ist nicht unbegründet: Etwa zehn Prozent der Gebäude in Somplar stehen bereits leer, bei weiteren zehn Prozent ist der bevorstehende Leerstand absehbar, und ebenfalls zehn Prozent werden lediglich als Zweitwohnsitze oder Ferienwohnungen genutzt, wie Bürgermeister Karl-Friedrich Frese erklärt.

Daher nimmt Somplar von 2009 bis 2017 am Hessischen Dorferneuerungsprogramm teil, über das auch EU-Fördermittel verteilt werden. Vaupel erhält zu den geplanten Sanierungskosten in Höhe von 212.200 Euro einen Zuschuss von 45.000 Euro. Davon sind 22.500 Euro EU-Mittel.

Interessierte können sich telefonisch an Scheller wenden unter 06451/4220.

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