In Mönchengladbach baut Helmut Wießer Alt-Frankenberg detailgetreu nach

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Zum Rathausjubiläum: 2009 schenkte Helmut Wießer dieses detailgetreue Diorama seiner Heimatstadt.

Frankenberg/Mönchengladbach. Der Stadtpolizist tritt aus der Wache am Dilloffschen Haus, Heinrich Trost mit weißer Bäckermütze steht nebenan, ein paar Häuser weiter brummt die Dreschmaschine auf dem Obermarkt.

Im Wohnzimmer von Helmut Wießer in Mönchengladbach sind in liebevoller Kleinarbeit während der vergangenen Monate mehrere Dioramen im Maßstab 1:87 entstanden, die die Atmosphäre des Ackerbürgerstädtchens Frankenberg in den Nachkriegsjahren des vorigen Jahrhunderts atmen.

Bereits zum Rathausjubiläum 2009 hat der begabte Bastler seiner Geburtsstadt ein Modell des zehntürmigen Repräsentationsbaus geschenkt, das heute in einer Vitrine das Foyer im neuen Stadthaus ziert. Kindheitserinnerungen und die Freude am detailgetreuen Nachbau im Miniaturformat haben Helmut Wießer seitdem nicht mehr losgelassen.

Die Fehler der Flächensanierung der 1960er-Jahre, in denen die stadtbildprägenden Fachwerkbauten des Obermarktes dem vermeintlichen Fortschritt zum Opfer fielen, sind Wießers Dioramen zwar noch nicht anzusehen, aber schon zu ahnen: Vor dem stattlichen Fachwerkhaus Obermarkt 5 ist der Bagger aufgefahren, Handwerker tragen die Dachbalken ab.

Helmut Wießer, Jahrgang 1948, verbrachte die ersten Lebensjahre mit seiner Mutter Elfriede Wießer geb. Kuhlmann im Haus Obermarkt 20 gegenüber dem zehntürmigen Rathaus. Nachdem sein Vater in Wuppertal Arbeit gefunden hatte, zog auch die Familie dorthin um. Aber es vergeht kein Jahr, in dem er nicht mit seiner Frau in seine Heimatstadt zurückkehrt.

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Quelle: HNA

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