Gemünden

Motorräder aus acht Jahrzehnten

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- Gemünden (sr). Zweiräder aus acht Jahrzehnten waren am Sonntag bei der Gemündener Motorradausstellung zu sehen. Auch zwei Isetta waren ausgestellt und stießen auf großes Interesse.

Der Gemündener Klassiker-Stammtisch feierte am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen. Rund ein Dutzend Motorradfreunde treffen sich regelmäßig im „Hessischen Hof“ und tauschen ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit den „alten Schätzchen“ aus. Viele haben schon mehrere Motorräder restauriert. Sie besuchen gemeinsam Märkte und Ausstellungen oder unternehmen Ausfahrten. Im Saal des Gasthauses hatten die Motorradfreunde seit Samstagabend 41 Motorräder ausgestellt. Viele Besucher aus der ganzen Region bestaunten die Oldtimer, brachten eigene Raritäten mit und fachsimpelten über Motoren, Getriebe und Karosserie. Das älteste, eine „Cotton“, stammt aus dem Jahr 1927 und gehört Hans Sieke. Alle Motorräder sind fahrtüchtig und kommen aus der näheren Umgebung von Gemünden oder aus Schmittlotheim. Sie waren fein herausgeputzt und glänzten rundherum. Einen Kontrast bildete ein „Rixe Damenmodell 98“ mit 2,25 PS, das Stammtischmitglieder erst am Samstagabend aus einer Gemündener Scheune „geborgen“ hatten. Es stammt aus dem Jahr 1954, hat vermutlich fast 40 Jahre in der „Ecke gestanden“ und war noch ganz verstaubt. Hieran wurde eindrucksvoll deutlich, wie viel Arbeit in der Restauration solch alter Modelle steckt. Eine Besonderheit waren gleich vier Motorräder der Marke „Meico“, die bundesweit als echte Raritäten gelten. Auf der Bühne liefen Filme verschiedener Motorradmodelle, aus einem alten Radio tönte die Originalreportage eines Motorradrennens aus dem Jahr 1960. Auf dem Parkplatz trafen sich Motorradfreunde und brachten ihre eigenen Gefährte mit. Dicht umlagert war ein „Versehrten-Fahrzeug DUO 4“ auf drei Rädern mit Simson-Motor von Jens Neuhaus und Peggy Röpke aus Gemünden. Auch die beiden BMW Isetta stießen auf großes Interesse. Freunde eines Marburger Oldtimer-Clubs stellten ein altes Feuerwehrauto aus. Zu den interessierten Gästen gehörte auch Bürgermeister Frank Gleim. Neben den Stammtischmitgliedern sorgten viele Helfer für das leibliche Wohl der Gäste am Grill oder in der Cafeteria.

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