Mones bemerkt am Rande

Mümmelmann als Eiermann

- Unter den christlichen Gabenbringern macht der Osterhase die seltsamste Figur.

Während Weihnachtsmann und Nikolaus als großväterliche Durchschnittstypen daherkommen, gilt der Hase, nicht mit dem Kaninchen zu verwechseln, als ausgemachter Spring-ins-Feld. Er moralisiert nicht lange und legt, obwohl Säugetier, stiekum Eier. Ferner ist er ein Deutscher.

Bereits 1682 schrieb der Heidelberger Arzt Johannes Richier, in Gemeinden der Pfalz und anderen „teutschen Landen“ sei der Hase Überbringer von Ostereiern.

Warum ausgerechnet Mümmelmann als „Eiermann“? Wohl wegen seiner sprichwörtlichen Fruchtbarkeit. Ende des 19. Jahrhunderts kam dann der endgültige Durchbruch für den Hasen als Ostersymbol. Auswanderer verbreiteten ihn in den USA, wo er als „Easter Bunny“ zum Kaninchen mutierte.

Rund 140 Millionen Schoko-Hasen werden allein bei uns in Deutschland vernascht. Daran ist auch das Frankenberger Land beteiligt.

Spruch des Tages: „Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich“. (Wilhelm Busch)

Frohe Ostern, Euer

Mones

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