Egerländer-Besetzung des Heeresmusikkorps in Frankenberg

Musik auf Löffeln und Luftballons

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Rainer Hartl holte sich für die „Löffelpolka“ Unterstützung aus dem Publikum.

Frankenberg - Schunkeln beim Walzer, Klatschen beim Marsch, Singen bei der Polka: Publikum und Musiker waren bei den böhmischen Klängen in der Ederberglandhalle gleichermaßen gefordert. Die Militärmusiker boten Altbekanntes, hatten aber auch einige Überraschungen im Repertoire.

Die Stadtkapelle veranstaltete das Konzert anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens. Der Erlös kommt den städtischen Kindergärten in Röddenau, Geismar und Schreufa zu Gute. Die Stadt hatte die Hallenmiete erlassen.

Die Unterbesetzung des einzigen verbliebenen hessischen Militärorchesters unter der Leitung von Stabsfeldwebel Udo Seifert bot Klassiker von Ernst Mosch. Dem Vorbild, den Original Egerländer Musikanten, entsprach auch die Besetzung.

Die Musiker trugen aber auch dem stetig wachsenden Angebot an „neuer“ volkstümlicher Blasmusik Rechnung. Den Anfang machte der Marsch „Gruß an Böhmen“ im äußerst flotten Tempo. Mit der melodiösen Polka „Ein halbes Jahrhundert“, dem Konzertmarsch „Frieden und Freiheit“ und „Wir Musikanten“ hatte die Kapelle aktuelle Stücke im Programm. Unter den Musikern war auch ein „Sohn der Heimat“: Heiko Belz aus Laisa ist Posaunist bei den Kasseler Heeresmusikern. Im Ederbergland ist er unter anderem als Leiter des Frohnhäuser Posaunenchors bekannt.

Für Begeisterung sorgten aber vor allem die Klassiker: „Der alte Dessauer“, „Wenn Opa erzählt von zuz Haus“, „Südböhmische Polka“, „Wenn der Weinblüht“, „Böhmischer Wind“, „Strohwitwer“, „Rauschende Birken“ bis hin zum Astronautenmarsch: Die Zuschauer klatschten und schunkelten begeistert - und sangen bei der Vogelwiese kräftig mit.

Bei einigen Stücken stellten die Musiker ihre Qualitäten als Solisten unter Beweis, etwa bei „Goldene Trompeten“, „Zwei Könige“, „Klarinettenstrolche“ oder dem Lieblingstrommler.

Mit „Gute Nacht“ sollte das Konzert noch nicht beendet sein: „Egerland, Heimatland“ war die erste Zugabe, bevor Udo Seifert ans Schlagzeug wechselte und Rainer Hartl bei der „Löffelpolka“ mit Unterstützung aus dem Publikum das Besteck rhytmisch auf die Oberschenkel klatschen ließ.

Hauptfeldwebel Andreas Alschingel, erster Klarinettist der Egerländer-Besetzung, moderierte das Konzert. Christoph Reinbott von der Stadtkapelle hatte die Besucher zu Beginn begrüßt.

Weitere Programmpunkte im Jubiläumsjahr der Stadtkapelle sind ein Kommersabend am 11. Oktober in der Ederberglandhalle und ein Weihnachtskonzert am 19. Dezember in der katholischen Kirche.

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