Konzert in Bromskirchen

Musik mit Spannung, Gefühl und Freude

Bromskirchen - "Freuen Sie sich auf ein festliches Konzert zum Ausklang der Weihnachtszeit!" Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Oliver Schönfeld die Besucher und weckte Vorfreude auf das Kommende.

Am späten Nachmittag des ersten Sonntags im neuen Jahr erklangen festliche Töne in der farbenfrohen Kirche St. Martin in Bromskirchen. Die beiden Musikerinnen Elena Osadcha (Gesang) und Anna Polomoschnik (Orgel) hatten einen „musikalischen Blumenstrauß“ für ihr Neujahrskonzert zusammengestellt.

Gemeinsam trugen sie Stücke aus unterschiedlichen Epochen vor, wie die Arie von A.F. Grell „Herr, deine Güte reicht so weit“ oder das gern gehörte „Ave Maria“ von F. Schubert, wobei die warme Klangfarbe der Mezzosopranistin Elena Osadcha ausdrucksstark zum Tragen kam.

Doris Bets aus Münchhausen erklomm am Ende des Konzerts die Orgelempore, um den Musikerinnen zu danken: „Das war das beste Ave Maria, das ich je gehört habe, mein schönstes Weihnachtsgeschenk!“

Spannende Solostücke an der Orgel ließ Anna Polomoschnik erschallen. Das „Praeludium in C Dur, BWV 518“ und die „Fuge in G Moll, BWV 578“ von J.S. Bach brachte sie ebenso gefühlvoll und mit viel Spielfreude zu Gehör, wie das Stück „Fürs volle Werk“ von J.G. Vierling, das Orgel und Organistin gleichermaßen forderte.

Im Programm verteilt fanden sich einzelne Weihnachtslieder wieder, so das Lied „Drei Könige“ von P. Cornelius. Mit „Macht hoch die Tür“ und „O du fröhliche“ sangen Publikum und Interpretinnen wohl zum letzten Mal in der zu Ende gehenden Weihnachtszeit diese Lieder.

Aus dem Raum Unna

Anna Polomoschnik studierte an der Musikhochschule in Gnessin bei Moskau. Sie beendete ihr Studium als Pianistin, Solistin des Klavierensembles und Musikpädagogin. Seit 2002 in Deutschland lebend, entwickelte sie eine Leidenschaft für das Orgelspiel. Sie ließ sich in Frankfurt/Oder als Organistin ausbilden und ist heute als freie Pädagogin, Organistin und Kammermusikerin tätig.

Elena Osadcha begann ihre Ausbildung am Staatlichen Konservatorium in Odessa. Es folgte ein Studium der Chorleitung an der Musikhochschule Odessa und ein weiteres Studium im Fach „Dirigieren und Chorleitung“ an der Folkwangschule in Essen, dazu eine Weiterbildung an der Musikhochschule Düsseldorf im Bereich „Klassischer Gesang“. Im Jahre 2002 wurde sie mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) ausgezeichnet. Seit 2002 arbeitet sie als Dozentin für Gesang und Klavier und als Chorleiterin.

Die beiden Interpretinnen stammen aus dem Raum Unna. Seit etwa einem Jahr treten sie gemeinsam bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Anlässlich eines Urlaubs in der Region lernten sie die St. Martins-Kirche kennen, ließen sich von der Einmaligkeit des Gotteshauses inspirieren und beschlossen, dort ein Konzert zu geben.

Von Gerlinde Himmelmann

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