Frankenau

Musik, Tanz, Schach und Marmelade

- Frankenau (pk). Vor 40 Jahren wurde die Kellerwaldschule in Frankenau feierlich an die Schulgemeinde übergeben. Das Jubiläum haben am Freitag 300 Schüler, Eltern und Lehrer gefeiert.

Mit einem bunten, abwechslungsreichen Fest und ein bisschen offiziellem Programm haben sich die rund 90 Schüler der Kellerwaldschule gestern präsentiert. Begrüßt wurden die Kinder, Eltern, Ehemalige, Lehrer und Vertreter der Politik von Schulleiterin Susanne Weber. Sie erinnerte daran, dass die Architektur des Schulgebäudes vor 40 Jahren einem ganz modernen Pädagogik-Konzept folgte, das noch heute in der Kellerwaldschule gelebt werde.

In dieser Einrichtung sind die Klassen nicht nebeneinander. Vielmehr sind die Räume um ein Zentrum angeordnet – dort befindet sich ein Gemeinschaftsraum, in dem alle Kinder Platz finden und in dem am gestrigen Freitag gefeiert wurde. „Die Räume machen den sozialen Gedanken der Schule, das einander zugewandt sein, sichtbar“, sagte Weber. Sie verglich die Frankenauer Grundschule mit einem Menschen, der älter wird: Frauen kaufen sich schöne Kleider und Schminke, um attraktiv zu bleiben – und in ein Gebäude müsse man in Reparaturen und Umbauten investieren. Nicht nur das Gebäude, auch das Innenleben der Schule befinde sich im Wandel der Zeit: „Kollegen kamen und gingen, die gesellschaftlichen Anforderungen an Schule änderten sich. Deswegen haben wir unsere Arbeit weiterentwickelt und aufgefrischt zu einer modernen Pädagogik“, sagte Weber.

Wo nach der Begrüßung der Gastgeberin sonst Worte der Gäste und Freunde aus Politik und Schule üblich sind, hatten gestern in Frankenau stattdessen die Kinder die Bühne für sich. Grußworte, Glückwunschkarten und Geschenke durften die Besucher an eine Tafel hängen oder Weber übergeben, während die Kinder ihren Auftritt hatten.

Die Musik-AG brachte alle Kinder im Gemeinschaftsraum zum Tanzen – gemeinsam sangen alle „Ich hab 'ne Tante aus Marokko und die kommt“. Und die Theater-AG hatte ein Geräusch- und Pantomime-Quiz vorbereitet. Während die Theater-Kinder mit Flöte, Fingernägeln auf einer Tafel, Füßen und Seilen Geräusche machten und dazu etwa Kletterbewegungen zeigten, durfte das Publikum raten, was die Kinder nachmachen. Nach den Aufführungen war der offizielle Teil für die Kleinen und ihre Eltern schon wieder vorbei und es ging an das große Kuchenbuffett und in die Klassenräume. In den Räumen zeigten die verschiedenen AGs der Schule, was sie gelernt haben. Da zeigten etwa Colin aus der zweiten Klasse und Jeremie aus der dritten ein hochkonzentriertes Schachspiel.

In weiteren Klassen standen Geselligkeitsspiele bereit, Knobelaufgaben oder Bastelmaterial, um kreativ zu werden. Mit dem Verkauf von Blumenzwiebeln besserten die Schüler ihre Klassenkasse auf und die Koch-AG verdiente Geld mit selbstgemachter Marmelade.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 29. Oktober.

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