Erster Hip-Hop-Rap-Jam in Gemünden

Die Musik als Ventil und Spaßfaktor

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Gemünden - Sie singen von Abschied, Liebe oder dem Schulalltag: Neun Jugendliche gestalteten am Freitagabend im Gemündener Jugendcafé den ersten Hip-Hop-Rap-Jam.

Das war ein toller Ferien-Auftakt für die 12- bis 18-Jährigen aus der Wohrastadt: Sozialarbeiter Jürgen Otto trat mit seiner Grünberger Rapper-Crew im Jugendcafé auf und animierte viele Jugendliche zum Mitmachen. Kreativität, Spontaneität, Musikalität, Abbau von Aggressionen und einfach mal frei sein – Jugendliche verbinden viele verschiedene Aspekte mit dem Rappen. Seit Februar leitet Jürgen Otto an der Gemündener Cornelia-Funke-Schule einen Rap-Workshop im Rahmen der Nachmittagsangebote. Am Freitagabend gab er den Jugendlichen eine Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. Als großes Vorbild fungierte der Sozialarbeiter alias „Joole“ selbst. Vor drei Jahren hatte er im Rahmen der aufsuchenden Jugendarbeit in Grünberg eine Rapper-Crew gegründet. Zwei Jugendliche aus Mittelhessen zeigten ihr Können nun auch in der Wohrastadt. Selbstgeschriebene Texte Einige Gemündener knüpften gleich an: Philipp Schmidt und Daniel Ott traten als Duo auf und sangen über Abschied. „Den Text haben wir natürlich selbst geschrieben, und den passenden Beat haben wir eben erst gefunden“, erzählte Daniel. Otto freute sich über die Spontaneität der Jugendlichen, die sich auch im Freestyle-Rap versuchten. Weitere Themen der Texte waren Liebe, Gefühle, Schule, Eltern, Freunde oder freie Geschichten. „Es macht einfach Spaß“, ergänzte Daniel. Zu den Gästen zählte auch Bürgermeister Frank Gleim, der sich über das neue Angebot in der freien Jugendarbeit freute. Jugendbetreuer Otto will mit dem Konzert den persönlichen Kontakt zu den Gemündener Jugendlichen aufbauen. Er hat nur durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“ und über Facebook für das Konzert geworben.Schnell schien sich die Musik am Freitagabend herumzusprechen: Es gab ein Kommen und Gehen im Jugendcafé. „Das Konzert kann zu einer Initialzündung für langfristige Aktivitäten werden“, hofft Otto.

Von Frank Seumer

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