Profikapellen kommen Ende September

Musikzug Bottendorf veranstaltet erstmals "Festival der Blasmusik" 

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Das Organisationsteam: (von links) Thorben Fleck, Kristof Klinge, Kevin Klinge, Thorsten Becker und Pascal Blaschke.

Bottendorf. Für die Organisatoren ist es „ein Muss für jeden Blasmusikfan“: Am 28. und 29. September veranstaltet der Musikzug Bottendorf/Burgwald das „1. Festival der Blasmusik“.

An zwei Tagen werden acht Kapellen für mehr als 16 Stunden Livemusik sorgen. Allein für den Samstag, wenn die Profikapellen „allgäu6“ und „Michael Maier und seine Blasmusikfreunde“ im Festzelt spielen, erwarten die Bottendorfer 1000 Besucher auf dem Festplatz.

Wir haben mit dem fünfköpfigen Organisationsteam darüber gesprochen, wie sie auf die Idee gekommen sind und was die Besucher bei dem Festival erwartet.

Die Idee

„Wir fahren seit fast zehn Jahren auf solche Festivals“, erzählt Pascal Blaschke. „Die meisten sind aber in Süddeutschland.“ – „Wir haben gesagt, sowas müsste es auch bei uns geben. Es hatte sich aber keiner so richtig rangewagt“, sagt Kristof Klinge.

Als vor zwei Jahren die Tiroler Kapelle Viera-Blech beim Heimatfest in Bottendorf spielte und Blasmusikfans bis zu 400 Kilometer anreisten, fiel dann doch der Entschluss, selbst ein solches Festival auszurichten. „Blasmusik liegt voll im Trend – gerade auch bei Jüngeren“, sagt Pascal Blaschke. „Diesen Trend wollen wir auch in Nordhessen etablieren.“

Die Kapellen

Acht Kapellen und Blasmusik-Ensembles hat der Musikzug für das Wochenende engagiert: Neben den beiden genannten Profikapellen werden auch sechs heimische Formationen auftreten – vor allem beim Musikantenstammtisch am Sonntag. „Die haben wir nach der Musik ausgewählt, die in unser Programm passt“, sagt Thorsten Becker. „Das sind alles Amateurmusiker auf hohem Niveau“, sagt Pascal Blaschke.

Die Musik

„Die Gruppen stehen für unterschiedliche Blasmusikrichtungen von klassisch bis modern“, sagt Thorben Fleck. „Auch der Böhmische Traum und Ernst Mosch werden nicht fehlen.“

Die Veranstalter gehen davon aus, dass unter den Zuschauern viele Blasmusiker sein werden. Und nicht nur bei denen sei Blasmusik derzeit angesagt. „Blasmusik ist zwar nicht Chartmusik, aber hochmodern“, sagt Blaschke. Durch moderne Partituren und neue Solostücke sei frischer Wind in die Blasmusik gekommen, erzählt Kristof Klinge. Dann erklingt auch mal „Hey Jude“ der Beatles im Festzelt.

Berthold Schick und seine „allgäu6“ ist eine der beiden Profi-Kapellen am Festival-Samstag. 

Das Programm

Die Gruppen werden nacheinander im beheizten Festzelt spielen. Wie bei ähnlichen Festivals wird es keine Tanzfläche geben. „Es wird an den Tischen gefeiert“, sagt Thorben Fleck. „Bei unserem Festival geht es zu hundert Prozent um die Musik und die Geselligkeit“, sagt Blaschke, „also ohne Festzug und Karussells.“

Und das Festival soll rustikal und regional sein: Das Bier kommt aus der Schwalm, statt Currywurst-Pommes gibt es Spießbraten und Bottendorfer Wurstplatte. Tracht oder Musikzug-Uniform seien erwünscht. „Die gehören zur Blasmusik dazu, nicht nur zum Oktoberfest“, sagt Thorben Fleck.

Ein Musikverlag aus Bayern und das  Musikhaus Langhammer aus Burgwald werden sich im Festzelt präsentieren.

Die Organisation

Thorben Fleck spricht von einer großen Herausforderung und einem enormen Werbeaufwand für das Festival. Es sei schon schwierig, in der Region genügend Unterkünfte für die Gäste zu bekommen. Das fünfköpfige Organisationsteam bekomme aber große Unterstützung aus dem Musikzug.

Mehr als 100 Mitglieder sind im Vorfeld und an dem Wochenende eingebunden, sie helfen bei Auf- und Abbau, bei Eintritt, Essen und Getränken. „Ein Mitglied züchtet schon das ganze Jahr lang Sonnenblumen für die Deko“, erzählt Fleck. „Durch das Festival ist ein positiver Hype im Verein entstanden. Viele freuen sich darauf.“

Karten

Die Resonanz auf das Festival sei bisher richtig gut, die Nachfrage nach Eintrittskarten groß. „Unsere Vorstellungen sind schon aufgegangen“, sagt Fleck. „Wir waren schon ausverkauft und haben deshalb ein größeres Zelt bestellt – 25 mal 40 Meter.“ Deshalb gibt es jetzt wieder Restkarten für den Samstag im Vorverkauf. Für den Frühschoppen am Sonntag wird es noch Karten an der Tageskasse geben (siehe unten).

Auch die Rückmeldungen aus der Blasmusikszene seien positiv, es hätten sich schon mehr als 40 Musikvereine angemeldet und Gäste aus ganz Deutschland. „Unsere Bemühungen werden honoriert, das motiviert uns natürlich“, sagt Thorben Fleck. „Es haben sich sogar schon Kapellen für ein nächstes Mal beworben.“

Termine, Kapellen, Karten

Samstag, 28. September: Kapellen: „irrsinnig gross – die kleine blasmusik“ (Bottendorf); Berthold Schick und seine allgäu6 (Baden-Württemberg); Michael Maier und seine Blasmusikfreunde (Baden-Württemberg). 

Einlass 16 Uhr, Beginn 17 Uhr. Karten: 18 Euro Vorverkauf, 25 Euro Abendkasse (falls verfügbar); keine Platzreservierung. Vorverkaufsstellen: Zurich-Versicherung Theo Figge (Bottendorf), Reisebüro Thomas Cook (Ernsthausen), Bäckerei Theis (Bottendorf), Musikhaus Langhammer (Burgwald) und online auf fdb-bottendorf.de oder per Mail an info@fdb-bottendorf.de. 

Sonntag, 29. September: Musikantenstammtisch – Frühschoppen mit Blasmusik aus Nordhessen: Musikzug Bottendorf, Musikverein Löhlbach, „Total versackt“ (Gemünden), „FettAnsatz“ (Marburg) und „Holzlos glücklich“ (Hallenberg). 

Einlass 10.30 Uhr, Beginn 11 Uhr. Eintritt 3 Euro (nur an der Tageskasse), Eintritt mit Samstagskarte frei.

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