Zum 100-jährigen TSV-Bestehen trifft sich die riesige Battenberger Fußball-Familie im „Entenpark“

„Mythos ,Bären‘ zum Leben erweckt“

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Hunderte Fußballer schnürten für den TSV Battenberg die Schuhe. Im Bild ein Großteil der „Battenberger Bären“-Familie; hintere Reihe von links: Burkhard Specht, Jürgen Koch, Steffen Schäfer, Vladimir Kovacevic, Oliver Ullmann, Volker Seipp, Wolfgang Werth, Stefan Heinrich, Sebastian Wack, Thomas Arnold, Volker Brunner, Christian Behle, Torben Klein, Roland Mayer, Peter Plonka, Ullrich Krümmelbein, Hawi Moreno, Werner Belz, Eckhard Arnold; mittlere Reihe von links: Ralf Wenzel, Marco Genzel, Fajko Efendic, Tim Arnold, Reinhard Daume, Fabian Mohr, Felix Nolte, Michael Mohr, Dieter Küthe, Harald Nebel, Detlef Kroh, Michael Jacobi, Detlef Gleim; vordere Reihe von links: Johannes Kamm, Georg Weller, Ingo Wagner, Jens Wissemann, Raphael Giuda, Michael John, Marc Althaus, André Bienhaus, Andreas John, Dietrich Schweizer, Michael Em, Falk Günsch und Jürgen Schärer.

Battenberg - Die große „Bären“-Familie im „Entenpark“ endlich mal wieder vereint: Nicht nur TSV-Vorsitzendem Burkard Specht wurde beim Turnier der Traditionsmannschaften des TSV Battenberg und des KSV Hessen Kassel ganz warm ums Herz.

Mit der Gründung des FC Ederbergland ist im Jahr 1997 eigentlich das letzte Kapitel der ruhmreichen Fußball-Geschichte des TSV Battenberg geschrieben worden. Doch einmal Battenberger „Bär“, immer Battenberger „Bär“, ein anderes Fazit lässt sich nach Donnerstag nicht ziehen. Und so fasst das Lieblingslied der Battenberger „Schiedsrichter-Legende“ Heinz Jesinghaus den Nachmittag treffend zusammen: „Fußball in Battenberg, ach wie ist das schön.“ Und dieser Meinung war auch der TSV-Vorsitzende: „Ich bin geplättet“, sagte Burkard Specht bei der Begrüßung der mehreren Hundert Zuschauer - mehr, als bei so manchem Verbandsligaspiel.

„Ach wie ist das schön“

Dass so viele ehemalige Spieler zum 100-jährigen Vereinsbestehen den Weg in den „Entenpark“ finden würden, damit habe er im Vorfeld nicht gerechnet. Spechts Schlussfolgerung: „Der Mythos TSV Battenberg, der Mythos der Battenberger ,Bären‘, wird heute Nachmittag wieder zum Leben erweckt.“ Und das Zusammentreffen am Rande des Turniers der Traditionsmannschaften des TSV und des KSV Hessen Kassel biete eine gute Gelegenheit, in der „Nostalgie“ zu schwelgen.

Und dies taten alle, die ihre Verbundenheit zum TSV mit ihrem Kommen ausgedrückt hatten: Auf der Tribüne fachsimpelten die Zuschauer wie zu besten Battenberger Zeiten, auf der Ersatzbank tauschten die ergrauten „Traditionsbären“ so manche Anekdote aus den 80er und 90er Jahren aus und auf dem Platz ließ der ein oder andere Altstar sein Talent aufblitzen. Und von diesen „Battenberger Legenden“ fehlte fast niemand.

Nach der Absage des VfB Marburg schickte der TSV insgesamt drei Mannschaften auf das Feld: Werner Belz führte die Ü50 an, in der unter anderem Volker Brunner, Ullrich Krümmelbein, Eckhard Arnold, Falk Günsch und Michael Mohr spielten. Vladimir Kovacevic hatte so namhafte Fußballer wie Steffen Schäfer, Volker Seipp, Ralf Wenzel und Tobias Klöppner an seiner Seite. Und im dritten Team spielten einige Fußballer, die noch gar nicht auf der Welt waren, als die „Bären“ Anfang der 80er Jahre hessenweit ein Begriff waren. Zum Team von Tim Arnold zählten unter anderem Fabian Mohr, Sebastian Wack und Felix Nolte.

Klangvolle Namen hatte auch der KSV Hessen Kassel aufzubieten, der sich mit Baunataler Fußballern verstärkte: allen voran Holger Brück, die Kasseler Fußballlegende schlechthin. Das Tor hütete kein geringerer als Thomas Kneuer, im Sturm wirbelte der 2011 verbannte Torjäger Thorsten Bauer. Und im defensive Mittelfeld zog ein Mann die Fäden, der aktuell im Profigeschäft zuhause ist: André Schubert, Trainer vonZweitligist FC St. Pauli.

Arnold und Brück, „Ikonen“

Die „Familienzusammenführung“ nutzte der TSV für die Vorstellung einer besonderen Aktion: Die Einnahmen des Turniers kommen der Aktion „Bären in Not“ zugute. Aus diesem Fonds sollen künftig Menschen finanziell unterstützt werden, die gesundheitlich besonders gebeutelt sind. Den meisten Applaus erhielt jedoch ein „Bär“, dem Specht für seine besonderen Verdienste um den Fußball in Battenberg dankte: Michael Arnold, viele, viele Jahre Torjäger des TSV und letzter offizieller Torschütze in der Battenberger Fußballgeschichte. Die „Ikone“, wie Specht ihn nannte, erhielt von der anderen „Ikone“, Holger Brück, als Erinnerung an dieser Tag einen Wimpel und ein T-Shirt des KSV Hessen. „Wenn ich noch einen im Sportheim finde, schenke ich dir auch noch einen Battenberger Wimpel“, flachste Arnold mit Brück.

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