Allendorf

NABU informiert sich bei Viessmann über Energiefelder

- Allendorf (Eder) (r).Den vorbildlichen Anbau von Energiehölzern haben Vertreter des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) den Allendorfer Viessmann-Werken bescheinigt. Das Unternehmen sei ein Vorreiter.

Seit zwei Jahren kooperiert Viessmann mit dem Naturschutzbund Deutschland. NABU-Experten und Vertreter des hessischen Landesverbandes informierten sich nun über die Kurzumtriebsplantagen. Das Ergebnis der Naturschützer: Mit ihrem land- und forstwirtschaftlichen Versuchsbetrieb leisten die Viessmann-Werke einen messbaren Beitrag zum Natur- und Umweltschutz in der Region. Der Anbau der Energiepflanzen erfolge aus ökologischer Sicht vorbildlich.

Auf einer Gesamtfläche von 160 Hektar baut Viessmann Pappeln und Weiden an. Daraus werden im Rahmen des Energiekonzepts „Effizienz plus“ jährlich 2000 Tonnen Holzhackschnitzel für die Energiezentrale des Unternehmens gewonnen – das sind rund 50 Prozent des Bedarfs. Obwohl der Pappelblattkäfer in diesem Sommer beträchtliche Zuwachsverluste verursachte, werden auf den Kurzumtriebsplantagen keine Pestizide eingesetzt. Im Gegensatz zum Mais- oder Rapsanbau mit dem Ziel der Biomasse-Gewinnung ist ab dem zweiten Jahr keine Unkrautbekämpfung erforderlich.

Positiv bewerten die NABU-Experten die Auswirkungen der Energiefelder auf die heimische Fauna. Als „Wildkatzen-Korridor“ zwischen Ederbergland und Burgwald helfen die Pappelfelder bei der Verbreitung dieser Tierart und dienen gleichzeitig als Jagdrevier für Greifvögel. Die im vergangenen Jahr installierten Sitzhilfen haben sich nach Einschätzung der Naturschützer bewährt. „Ich bin positiv überrascht, wie sich dieses Projekt in den letzten eineinhalb Jahren entwickelt hat“, sagt Florian Schöne, stellvertretender Referatsleiter und Referent für Agrarpolitik und Bioenergie beim NABU Deutschland. „Wenn wir die Kurzumtriebsplantagen noch drei, vier Jahre beobachten, werden wir am Ende feststellen: Hier wird Biomasse effizient und naturverträglich angebaut.“

Auch in Zukunft sollen die Energiefelder im Einklang mit der Natur betrieben werden, versicherte Viessmann-Projektleiter Hans-Moritz von Harling. Wichtig sind nach Einschätzung des NABU eine möglichst hohe Struktur- und Artenvielfalt. Schwerpunkte legen die Naturschützer dabei auf den Erhalt von Biotopbäumen sowie auf Studien zum Wachstumsverhalten der Pflanzen und zu den Vogel-Populationen. Welche Maßnahmen 2010 umgesetzt werden, wollen NABU und Viessmann bis Ende des Jahres festlegen. „Wir sehen Viessmann nicht nur auf einem guten Weg, sondern bundesweit in der Vorreiterrolle“, sagte Schöne. „Wichtig ist, diesen Weg konsequent weiter zu gehen.“

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