Verwaltungschef: "Unberechtigt mit Kritik überzogen und verunglimpft"

Nach Arnold-Kritik: Bürgermeister Horsel stellt sich vor seine Mitarbeiter

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Wortduell: Bürgermeister Heinfried Horsel (links) wehrt sich gegen die Kritik von Bürgermeisterkandidat Reiner Arnold.

Battenberg. Paukenschlag im Battenberger Ausschuss: In einer persönlichen Erklärung hat Bürgermeister Heinfried Horsel in scharfer Form Vorwürfe des Bürgermeisterkandidaten Reiner Arnold gegen die Stadtverwaltung zurückgewiesen.

Er werde sich im Wahlkampf neutral verhalten, stellte Heinfried Horsel zunächst klar. Doch er stelle sich vor seine Mitarbeiter, „wenn sie unberechtigt mit Kritik überzogen und verunglimpft werden". Arnold hatte in seiner Wahlkampfschrift "Bürger(meister)-Spiegel" unter anderem von „Gleichgültigkeit und Unfreundlichkeit" in der Stadtverwaltung gesprochen.

Der Berghöfer hatte geschrieben, dass die Stadtverwaltung nach seiner Wahrnehmung „in der Öffentlichkeit bzw. bei den Bürgern „keinen besonders guten Ruf“ genieße. Und weiter: „Mensch, das darf doch nicht sein! Wenn ein Bürger mit seinen Problemen im Bürgerbüro vorspricht, so muss es doch Aufgabe für die Bediensteten der Stadt sein, ihm machbare Lösungen anzubieten und nicht stattdessen lediglich zu erklären, was nicht geht.“

In seiner mit dem Magistrat abgestimmten Erklärung betonte Heinfried Horsel: „Magistrat und Bürgermeister weisen die in jeder Hinsicht unsachliche Kritik an der städtischen Mitarbeiterschaft als haltlos entschieden zurück. Sie verwahren sich gegen die Verunglimpfung der Beschäftigten. Magistrat und Bürgermeister erklären, dass sie mit der Arbeit und mit dem Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufrieden sind und stärken ihnen ausdrücklich den Rücken.“

Verlesen wurde in der Sitzung auch ein Schreiben des Personalrats der Stadtverwaltung. Darin bringt der Vorsitzende Michael Grings im Namen aller Mitarbeiter seinen „Unmut“ über die Äußerungen des Bürgermeisterkandidaten Reiner Arnold zum Ausdruck. „Es ist nicht hinzunehmen, dass die persönliche Ansicht eines einzelnen dazu verwendet wird, die ganze Belegschaft der Stadtverwaltung zu diskreditieren“, schreibt Michael Grings.

Von Thomas Hoffmeister

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Quelle: HNA

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