Nach Insolvenz

Angeklagter muss erneut Geldstrafe zahlen oder ins Gefängnis

Frankenberg. Zu einer Geldstrafe von 1200 Euro war ein 46 Jahre alter Mann aus dem Altkreis Frankenberg wegen betrügerischen Bankrotts verurteilt worden.

Weil er davon aber nur die Hälfte bezahlt hatte, musste er sich am Donnerstag erneut vor Gericht verantworten. Und bekam dafür eine weitere Geldstrafe aufgebrummt. Der Fall ist im Grunde tragisch. „Bis vor drei Jahren war mein Leben in Ordnung“, sagte der nicht vorbestrafte Angeklagte. Dann aber habe er 100.000 Euro „an einen Kunden im Ausland verloren“. So geriet sein Handwerksbetrieb 2009 in finanzielle Schieflage. Wohl wissend, dass ihm ein Insolvenzverfahren drohte, hatte der Mann im Juni 2009 eine Eigentumswohnung im Wert von 60.000 Euro per Schenkungsvertrag an seine Ehefrau übertragen.

Mit ihrem Urteil - einer Geldstrafe von 1250 Euro (50 Tagessätze à 25 Euro) - blieb Richterin Andrea Hülshorst noch unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die 1500 Euro beantragt hatte. „Stecken Sie jetzt nicht den Kopf in den Sand“, gab die Richterin dem 46-Jährigen noch mit auf den Weg. „Für jede 25 Euro, die Sie jetzt nicht bezahlen, gehen Sie einen Tag in den Bau.“ (off)

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Quelle: HNA

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