Schützenverein "Hohes Lohr": Nach 44 Jahren den Vorsitz abgegeben

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Nach 44 Jahren den Vorsitz abgegeben

Herbelhausen. "Wenn es nötig war, habe ich auch mal eine Standpauke gehalten", sagt Wilfried Schneider. So kennen ihn seine Vereinskameraden vom Schützenverein "Hohes Lohr" in Herbelhausen.

Zahlreiche Urkunden, Ehrungen und sogar das Bundesverdienstkreuz zieren als Lohn für sein ehrenamtliches Engagement die Wand des Arbeitszimmers. Tatsächlich redet der 68-jährige Rentner aber viel lieber von "seinem Verein". Mit nur 24 Jahren wurde Schneider am 28. Dezember 1969 zum 1. Vorsitzenden von "Hohes Lohr" gewählt - damit war er damals der jüngste Vorsitzende im Schützenkreis.

"Ich war einfach der Dumme, der es gemacht hat", blickt Schneider zurück. Zu der Zeit hätten viele Mitglieder keine Zeit für den Vorsitz gehabt. Sein Arbeitgeber hatte jedoch Verständnis für die Vereinsarbeit. Schneider ist gelernter Maler und hat in einer in Gemünden beheimateten Firma für Putz- und Malerarbeiten gearbeitet.

Von seinem Beruf profitierte auch der Schützenverein: Stolz erzählt der Ehrenvorsitzende von "Hohes Lohr" vom großen Umbau des ehemaligen Schulgebäudes in Herbelhausen zum Vereinsheim. "Küche, Büro, Toiletten, ein Festraum für 250 Leute, Schießstand - alles haben wir selbst umgebaut", erklärt Schneider.

"Ich hab bestimmt allein 15 der 44 Jahre als Vorsitzender nur für Umbauten im Vereinsheim verbracht", sagt er. Sein Engagement ging auch zu Lasten seiner Familie, das weiß Schneider. "Ohne meine Frau", ist er ganz sicher, "wäre es nie gegangen. Gemecker gab es aber schon."

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Quelle: HNA

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