Landgericht fällte Urteil - 20-Jährige hatte 18-Jährige angegriffen

Nach Messerattacke: Frau muss in die Psychiatrie

Marburg. Wegen versuchten Totschlags mit Körperverletzung und Bedrohung hat das Landgericht Marburg eine 20-Jährige zur Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik verurteilt.

„Die Tat tut mir wirklich Leid“, sagte die Angeklagte, die zuvor reumütig zugegeben hatte, eine 18-Jährige mit dem Messer attackiert zu haben. „Auch möchte ich weiter in Therapie bleiben, dadurch geht es mir viel besser als früher“, lautete das Schlusswort der Angeklagten.

Mit der psychiatrischen Unterbringung der 20-Jährigen kam die elfte Hilfsstrafkammer am Landgericht Marburg unter Vorsitz des Richters Carsten Paul dieser Bitte entgegen. Das Urteil begründete das Gericht mit der erwiesenen Schuldunfähigkeit der Angeklagten, die in ihrer dauerhaften psychischen Erkrankung begründet liege. Wie die Sachverständige Petra Bauer, leitende Abteilungsärztin an der Klinik für Forensische Psychiatrie Haina, in ihrem Gutachten deutlich machte, sei die 20-Jährige intellektuell eingeschränkt.

Ein Mangel an sozialer Kompetenz und ein impulsives Auftreten in Konfliktsituationen habe bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Angeklagte in bestimmten Situationen überreagiere und dabei die Folgen ihres Handelns nicht einschätzen könne.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare