Klare Regeln für die Miete

Nach Sanierung: Mehrzweckhalle Allendorf soll Gebührenordnung bekommen

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Mehrzweckhalle in Allendorf: Die ehemalige Tennishalle kann künftig für Veranstaltungen gemietet werden. Eine Benutzungs- und Gebührenordnung soll vom Gemeindevorstand erstellt werden. 

Allendorf/Eder. Für die umfassend sanierte Mehrzweckhalle in Allendorf – die ehemalige Tennishalle – soll der Gemeindevorstand eine rechtskonforme Gebühren- und Benutzungsordnung erstellen.

Einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion und der Bürgerliste der Ortsteile (BLO) stimmten die Parlamentarier in der Gemeindevertretersitzung im Allendorfer Bürgerhaus einhellig zu. Zudem soll ein Mietvertrag und ein Belegungsplan unter Einbeziehung der in Frage kommenden Vereine und sonstigen Nutzer ausgearbeitet werden.

Nach mehreren erfolglosen Anläufen des Gemeindevorstandes, eine Gebühren- und Benutzungsordnung für die ehemalige Tennishalle auf den Weg zu bringen, hat jetzt eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der CDU und der Bürgerliste einen Entwurf für ein solches Regelwerk erstellt, inklusive einer Berechnungsmatrix für die exemplarische Ermittlung der Gesamtmietkosten.

Danach ist beispielsweise für eine gewerbliche Veranstaltung in dem vorläufigen Entwurf eine Grundmiete von 750 Euro angesetzt. Bei einer nicht gewerblichen Veranstaltung soll sich der Betrag auf 500 Euro verringern, und bei Wohltätigkeitsveranstaltungen sollen 100 Euro erhoben werden.

Ortsansässige Vereine und Ausrichter von Wohltätigkeitsveranstaltungen sollen auf Vorschlag der Arbeitsgruppe auf Antrag ganz oder teilweise von der Gebühr befreit werden können. Eine Sonderregelung ist auch für Sportvereine vorgesehen. So sollen ortsansässige Vereine für ihren Trainingsbetrieb ebenfalls von der Miete befreit sein.

Jürgen Hoffmann (CDU) betonte, dass es sich zunächst lediglich um einen „laienhaften Entwurf“ handele, der noch seitens des Gemeindevorstandes haushaltsrechtlich und auf seine Umsetzbarkeit überprüft werden müsse, bevor er mit den erforderlichen Änderungen in die Ausschüsse gelange.

Zielsetzung des Entwurfs, der sich ansatzweise an den Betriebskosten orientieren und für alle Mieter gerecht und nachvollziebar sein soll, sei es, den „bisherigen Schwebezustand“ einer fehlenden Benutzungs- und Gebührenordnung zu beenden, erläuterte Hoffmann.

Auch Bürgermeister Claus Junghenn stellte auf Nachfrage der HNA klar, dass es sich bei den im Entwurf vorgelegten Zahlen lediglich um Vorschläge von CDU und Bürgerliste handele, die erst noch von den Gemeindevertretern verbindlich beschlossen werden müssten.

In der Vergangenheit sei die Halle nur sporadisch von Vereinen genutzt worden, sie sei wegen der Mängel vor der Sanierung nicht vermietbar gewesen, sagte Junghenn. Deswegen habe es bislang auch keine Gebühren- und Benutzungsordnung gegeben.

Quelle: HNA

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