Frankenberg

Nach Verfolgungsjagd mit Polizei: Verfahren eingestellt

- Frankenberg (da). Eine 36-Jährige Frankenbergerin hatte sich im März eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert (wir berichteten). Das Amtsgericht stellte das Strafverfahren gegen die Frau am Mittwoch ein und händigte ihr den Führerschein aus.

Am Ende derkurzen Verfolgungsjagd war die 36-Jährige mit ihrem BMW gegen das Parkhaus in der Bremer Straße geprallt. Eine Polizeistreife sei schon geraume Zeit hinter ihr hergefahren, schilderte die Arbeitslose Frankenbergerin vor dem Amtsgericht die Ereignisse des 11. März. In der Geismarer Straße hätten die Beamten dann die Sirene eingeschaltet und die Frau per Leuchtschrift aufgefordert, zu stoppen. Sie habe auch angehalten, sich vor den Edertalschülern, die vor dem Gymnasium standen, aber geschämt. „Ich wollte runter vom Präsentierteller.“ Deshalb sei sie losgefahren und über die Kanton-Brou-Straße zur Bremer Straße gefahren. Am Zebrastreifen der Geismarer Straße sei sie vorsichtig gewesen und auch die Kanton-Brou-Straße habe sie nur „etwas zu schnell“ befahren. Am Parkhaus prallte sie schließlich mit ihrem BMW gegen einen Pfeiler. „Es war ein einziger Albtraum“, sagte die 36-Jährige. Sie habe eigentlich keine Fahrerflucht begehen wollen. An der Wehrweide habe sie dann auf die Polizisten gewartet und sei dabei noch ins Wasser gerutscht. Die Beamten hätten sie „ziemlich heftig“ festgenommen und ihr Gesicht in den Schnee gedrückt wenn sie etwas sagen wollte, berichtete die Frau vor Gericht. Der Führerschein war seitdem sichergestellt. Die Polizei hatte nach der Festnahme der Frau im März mitgeteilt, die Frau sei bereits wegen Alkohols am Steuer vorbelastet und habe deshalb den Führerschein verloren (FZ berichtete). Doch laut Richterin wies das Verkehrszentralregister keinen Eintrag auf, die Frau war außerdem noch nicht straffällig geworden, Andrea Hülshorst bot deshalb die Einstellung des Verfahrens an. Dafür muss die Frau eine Arbeitsauflage in Höhe von 30 Stunden ableisten. Hülshorst berücksichtigte bei ihrem Urteil, dass das Auto durch den Unfall erheblich beschädigt wurde und die 36-Jährige bereits seitdem auf den Führerschein verzichten musste. „Sie haben teures Lehrgeld bezahlt“, sagte die Richterin.

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