Angeklagter zieht Einspruch gegen Strafbefehl zurück

Nachbarn mit Knüppel bedroht

Frankenberg. Seit Jahren liegen Bewohner einer Doppelhaushälfte im Streit: Der eine wirft dem anderen Ruhestörungen vor, dafür hat der andere einen Knüppel geschwungen und Februar/März vergangenen Jahres gedroht: „Ich schlag´ dich tot, du feige Drecksau!“

Wegen Bedrohung, Beleidigung und versuchter Nötigung stand ein 58 Jahre alter Mann aus dem Altkreis Frankenberg am Montag vor Gericht und räumte alle gegen ihn vorgetragenen Beschuldigungen freimütig ein.

„Warum legen Sie dann Einspruch gegen den gegen Sie ergangenen Strafbefehl ein?“, fragte Richterin Andrea Hülshorst etwas irritiert. Sie wies darauf hin, dass nur die strafrechtlich relevanten Fakten Bestandteil der Hauptverhandlung seien.

In einer Sitzungspause konnte Rechtsanwalt Robert Ingenbleek seinen Mandanten offenbar davon überzeugen, dass er sich durch weitere Aussagen nur noch stärker belasten würde. So zog der Angeklagte schließlich seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurück, der damit rechtskräftig wurde.

Allerdings muss der 58-jährige Mann die Kosten der Nebenklage tragen. Er verzichtete auch auf die Herausgabe mehrerer Hieb- und Schlagwaffen, die er als „Stöckchen“ bezeichnet hatte. Darunter waren ein Baseballschläger, ein Rundholz mit scharf geschliffener Spitze und ein Samurai-Schwert.

Nachdem ein Termin beim Schiedsmann keine Einigung gebracht hatte, regte Richterin Hülshorst einen Täter/Opfer-Ausgleich mit ausgebildeten Mediatoren an. Der 58-jährige Mann gab an, dass er seine Haushälfte verkaufen wolle. (off)

Quelle: HNA

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