Kiwanis-Club Ederbergland unterstützt Zirkusprojekt von Stadtjugendpflege und Landkreis

Nachhaltige Förderung durch Artistik

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Sie alle arbeiten Hand in Hand, um Kindern beim Projekt „Kinder machen Zirkus“ Erfolgserlebnisse zu verschaffen: Vorn die Leiterin der Stadtjugendpflege Heike Höhl und Kiwanis-Clubpräsident Erhard Pauly, dahinter (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, Landrat Reinhard Kubat und Johannes Engelmann und Margarita Gill vom Jugendhaus-Team. Foto: apa

Frankenberg - Eine Woche lang stehen jedes Jahr Akrobatik, Clownerie, Gemeinschaft und Abenteuer auf dem Burgberg im Fokus. Die Eltern der „Zirkuskinder auf Zeit“ zahlen 125 Euro für deren Teilnahme. Doch nicht jede Familie kann sich das leisten - deshalb hilft seit fünf Jahren der Kiwanis-Club.

Zum 20-jährigen Bestehen des Kiwanis-Clubs vor fünf Jahren hatten die Mitglieder beschlossen, aus diesem Anlass 20 Kinder finanziell zu fördern, damit sie am Projekt „Kinder machen Zirkus“ teilnehmen konnten. Jedes Jahr trainieren auf dem Burgberg rund 90 Kinder vier Tage lang unter der Leitung von Zirkuspädagogen und dem Jugendhaus-Team, um am Wochenende ihr artistisches Können unter Beweis zu stellen. Mit 2000 Euro hat der Kiwanis-Club das Projekt im Jahr 2013 gefördert, so dass auch finanziell schwächere Familien dank eines Zuschusses ihren Kindern die Teilnahme ermöglichen konnten.

Auch für 2014 hat Club-Präsident Erhard Pauly wieder einen Finanzspritze für „Kinder machen Zirkus“ versprochen. „Es hat uns viel Freude gemacht zu sehen, was dabei herumkommt“, begründete er. „Wir sind begeistert, was da vonstatten geht.“ Das Zirkusprojekt stärke das Selbstbewusstsein der Kinder, sie könnten erleben, wie groß die eigenen körperlichen Fähigkeiten sind. Der heimische Kiwanis-Club wolle künftig noch mehr Gewicht auf die Förderung von Kindern legen, kündigte Erhard Pauly an. Das entspreche dem Credo des Service-Clubs. Der Erlös aus dem Neujahrskonzert, der Tanznacht sowie einer neuen Bilder-Aktion in Frankenberg solle dazu genutzt werden, Kinder finanziell zu unterstützen. Ein neues Projekt ist die Förderung von musikalischer Früherziehung in der Region.

Die Kiwanier im Frankenberger Land sind ein kleiner Service-Club mit gerade einmal 17 Mitgliedern. Umso stolzer sei er darauf, wie effizient der Club arbeite, sagte Erhard Pauly. Heike Höhl, Leiterin des Jugendhauses und der Stadtjugendpflege, betonte, wie positiv die Auswirkungen des Zirkusprojekts auf die Kinder sei: Sie lernten dort - ganz nebenbei - wichtige Sozialkompetenzen.

Ein bezeichnendes Beispiel dafür sei die menschliche Pyramide: Darin müssten die Kinder Gewicht tragen, auch mal kurz Schmerzen aushalten, wenn jemand anders einen Fehler mache, und erführen, dass die Pyramide nur funktioniere, wenn jeder seinen Part mache. „Dabei lernen die Kinder ganz viel und profitieren davon“, sagte Höhl. Einige Kinder veränderten sich durch das Projekt nachhaltig, was oft auch von den Lehrern bemerkt werde.

Johannes Engelmann vom Team des Jugendhauses ergänzte, dass sich im Laufe der Zirkuswoche viele Jungen und Mädchen mehr zutrauten und aus sich herausgingen.

Dank kam von Landrat Reinhard Kubat. Er pflichtete Pauly bei, dass die Teilnehmer des Zirkusprojekts in wenigen Tagen erstaunliche Fortschritte machten. „Auch Kinder, die anfangs nicht so recht wollten, wachsen da über sich hinaus.“ Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß nannte als Auswirkungen des Zirkusprojektes Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Selbstdisziplin: „Das brauchen die Kinder heute“.

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