Waldbegang in Hatzfeld

Die Nachwehen von Kyrill

+
Revierförster Frank Bienhaus informierte die Hatzfelder Parlamentarier über den Zustand des Stadtwalds. Rechts im Bild: Bürgermeister Dirk Junker.

Hatzfeld - Der Stadtwald ist eine der letzten guten Einnahmequellen der Stadt und deshalb für die Parlamentarier von besonderem Interesse. Am Freitag haben Stadtverordnete, Stadträte, Verwaltungsmitarbeiter und Bürgermeister Dirk Junker ein Waldstück intensiv unter die Lupe genommen

Der Waldbegang führte die Stadtväter in diesem Jahr in ein Waldgebiet zwischen Hatzfeld und Biebighausen. Dort hatte vor sieben Jahren der Sturm Kyrill eine besonders große Angriffsfläche gefunden. „Die Wiederaufforstung wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen“, sagte Revierförster Frank Bienhaus.

Gemeinsam mit dem stellvertretenden Leiter des Frankenberger Forstamts, Jochen Arnold, informierte er die Parlamentarier über Arbeiten im Waldstück oberhalb der Windwurffläche, wo die Bäume stehen geblieben waren. Dort wachsen neben Fichten auch Douglasien. Der Bestand ist etwa 80 Jahre alt und soll in etwa zehn bis 15 Jahren geschlagen werden: „Wenn kein vorher kein großer Orkan kommt“, schränkte Bienhaus ein.

Während Fichten nach 80 bis 120 Jahren geschlagen werden können, ist das bei Douglasien etwa 20 Jahre früher der Fall. Junge Douglasien müssen wie andere Bäume aber gegen Verbiss geschützt werden – ein aufwändiges Unterfangen.

Die ersten Douglasien in der Region seien vor etwa 60 Jahren gepflanz worden. Arnold und Bienhaus betonten, dass eine Mischung aus Nadel- und Laubhölzern für das wirtschaftliche Ergebnis beim Holzverkauf entscheidend seien. Auch auf dem Gebiet der Wildwurffläche wurden Douglasien gepflanzt: Insgesamt knapp 10?000 Stück. Das hat die Stadt im Jahr 2010 etwa 9300 Euro gekostet. (da)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare