Nahwärme in Frankenau: Trasse steht fest

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Endgültige Trasse: Die Besitzer der gelb markierten Liegenschaften wollen sich ans Nahwärmenetz in Frankenau anschließen. Hinzu kommen noch einige Häuser an der Brückenrainstraße, die oberhalb der Schule liegen.

Frankenau. Das Nahwärmenetz in Frankenau soll mit 59 Anschlussnehmern umgesetzt werden. Der Verlauf der Trasse steht nun auch endgültig fest. Mit Diplom-Ingenieur Georg Stegemann von der Firma Viessmann stellte Brede den Verlauf der Trasse vor.

Neben den Großabnehmern (Kita, Rathaus, Forsthaus, Apotheke, Lebenshilfe, Frankenberger Bank, Schule, Hessischer Hof und Pfarrhaus) haben mehr als 50 private Hauseigentümer ihre Zusage gegeben, sich am Nahwärmenetz zu beteiligen. Dieses soll über eine Genossenschaft betrieben werden. Eine Projektentwicklungsgenossenschaft ist bereits gegründet worden (HNA berichtete).

Brede hat allen Grund zur Freude, denn die Zahl der Wärmeabnehmer ist zuletzt noch einmal angestiegen. Bei der vorangegangenen Info-Veranstaltung im Januar dieses Jahres war noch verkündet worden, dass etwa 40 Hauseigentümer mitmachen würden.

Die Trasse ist nun auch um 100 Meter auf fast 2200 Meter angewachsen. Die meisten Frankenauer Hauseigentümer befinden sich in den Bereichen der Brückenrainstraße, Raiffeisenstraße, Ehlingshäuser Straße, Ederstraße und der Straße „Am Neuen Tor“.

Insgesamt sollen mit dem Nahwärmenetz, das mit Holzhackschnitzeln für die Grundlast und einem Ölkessel für die Spitzenlast betrieben werden soll, im Jahr 2,3 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugt werden.

Der Wärme-Preis beträgt laut Stegemann maximal 11,5 Cent netto pro Kilowattstunde. „Höher geht es definitiv nicht. Wir gehen zudem davon aus, dass der Wert noch um einen bis eineinhalb Cent niedriger sein und am Ende zwischen 10 und 10,5 Cent liegen wird.“ Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt laut Brede auch eine Prüfstelle des hessischen Umweltministeriums. Diese habe einen Wärme-Preis von 10,8 Cent ermittelt.

Warum letztlich nicht alle Hauseigentümer, die sich am Projekt Nahwärme in Frankenau beteiligen wollten, berücksichtigt werden konnten, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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