Frankenauer Genossenschaft stellt Verhandlungen vorerst ein

Nahwärmeprojekt liegt auf Eis

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Frankenau liegt derzeit unter einer Schneedecke – und die Pläne für die Nahwärmeleitung in der Kernstadt auf Eis.

Frankenau - Beim Tanken ist er Grund zur Freude, doch bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Nahwärmeleitung für Frankenau bereitet er den Planern Kopfzerbrechen: der niedrige Ölpreis. Er macht es den Mitgliedern der Genossenschaft für eine Nahwärme-Leitung in Frankenau derzeit unmöglich, eine konkurrenzfähige Wärmeversorgung mit Holzhackschnitzeln anzubieten.

Das bestätigte der Vorstand der Genossenschaft Claude Pilger auf Nachfrage der Frankenberger Zeitung. Die Mitglieder der Nahwärme-Genossenschaft stellen die Verhandlungen mit den beiden Firmen zurück, die an der Planung und Bau eines Systems in Frankenau Interesse haben. Die Vertragsgespräche sollen „zu gegebener Zeit“ wieder aufgenommen werden, teilt die Genosschenschaft in einem Schreiben mit, dass an die Interessenten gegangen ist, die sich an der Leitung beteiligen wollen - also dann, wenn der Heizölpreis wieder angestiegen ist.

Das Ziel, private und öffentliche Gebäude mit Holzhackschnitzeln zu beheizen, besteht weiter, betont Pilger. Schließlich sei davon auszugehen, dass der Ölpreis wieder steige. „Aber zur Zeit kennen wir den potenziellen Ölpreis nicht.“ Ohne verlässliche Zahlen kann die Genossenschaft keine realistische Berechnung erstellen. „Drei Viertel aller Genossenschaften fahren ein Minus. Und das wollen wir in Frankenau auf keinen Fall“, betont der Vorstand. Deshalb haben die an der Planung beteiligten Genossenschaftsmitglieder das Projekt vorerst auf Eis gelegt.

(Von Andrea Pauly)

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung am 6. Februar.

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