Eröffnung des neuen Seniorenzentrums in Rosenthal ist für den 30. Juni geplant

Namen mit lokalem Bezug gewählt

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Rosenthal - Der Innenausbau und auch die Arbeiten an den Gartenflächen rund ums Haus stehen kurz vor dem Abschluss, nun hat das Seniorenzentrum auch einen Namen erhalten: "Hausgemeinschaften am Fischbach".

Mehr als 50 Vorschläge gab es seit Herbst für den Namen des neuen Seniorenzentrums. Eine Kommission aus Rosenthalern und des St.-Elisabeth-Vereins hat aus diesen Vorschlägen den Namen „Hausgemeinschaften am Fischbach“ ausgewählt, der dreimal von Rosenthaler Bürgern angeboten wurde. Ursula Mosch, Christlieb Ruckert sowie Ingrid und Heinrich Schleiter erhielten während des Besichtigungstermins im Seniorenzentrum für ihre gute Idee jeweils einen Gutschein über 50 Euro.

Auf reges Interesse ist der Besichtigungstermin des Musterzimmers gestoßen, zu dem der Träger, der sozial-diakonische Marburger St.-Elisabeth-Verein, eingeladen hatte: Annähernd 100 Menschen warfen erste Blicke in ein fast fertiges Zimmer des Seniorenheims und schauten sich an, mit welchen Farben die Räume gestaltet werden.

Zimmer sind noch zu haben

Die Zimmer können wahrscheinlich ab Ende Juni bezogen werden. Bislang sind noch nicht alle Räume vergeben, aber es besteht eine hohe Nachfrage von Rosenthalern sowie von Senioren aus der gesamten Region. Die 34 Zimmer sind in freundlichen, hellen Tönen gehalten und mit einem Bett, Nachttisch, Tisch, Stühlen, großen Schränken sowie kleinen Sideboards ausgestattet. Zudem gibt es in jedem Zimmer ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette. In den hellen Räumen sorgen das Holzmobiliar und farbenfrohe Stoffe für ein freundliches Ambiente. „Wer allerdings lieber eigene Möbel mitbringen möchte, kann dies auch gerne tun“, sagte Krystyna Krämer, die zukünftige Leiterin des Hauses. Mittelpunkt einer sogenannten „Hausgemeinschaft“ ist der gemeinsame Wohn- und Essbereich mit integrierter Küche. Bei den Hausgemeinschaften handelt es sich um vollstationäre Wohn- und Pflegebereiche für pflegebedürftige ältere Personen mit unterschiedlichen Hilfsbedürfnissen.

Die Hausgemeinschaften sind kleine, überschaubare Wohneinheiten mit einer Gruppengröße von elf bis zwölf Personen. Ein zentrales Café im Erdgeschoss bietet Möglichkeiten für Treffen, Feiern und gemeinsame Veranstaltungen.

Der St.-Elisabeth-Verein hat in Wetter und Sterzhausen gute Erfahrungen mit dem Konzept „Hausgemeinschaften“ gemacht und dieses auch für Rosenthal umgesetzt. Drei Hausgemeinschaften sind für das neue Seniorenzentrum geplant.

„Um den Schritt vom eigenen Zuhause ins Heim möglichst sanft zu gestalten, soll der neue Alltag in den Hausgemeinschaften dem normalen Leben in einer Familie ähneln“, betont Ernst Boltner, Geschäftsbereichsleiter im St.-Elisabeth-Verein. Der Alltag in den Hausgemeinschaften solle möglichst viele Möglichkeiten bieten, aktiv zu bleiben - etwa mit dem Vorbereiten und Kochen der Mahlzeiten und Wäsche waschen. Jeder Bewohner soll die Möglichkeit haben, sich seinem Gesundheitszustand und den Fähigkeiten entsprechend zu betätigen oder einfach die vertrauten Abläufe eines „Familienhauses“ mitzuerleben. Die Struktur der Hausgemeinschaften soll außerdem ein Eingehen auf individuelle Wünsche und Gewohnheiten bieten.

Namen für Gemeinschaften

Nicht nur das Seniorenzentrum, sondern auch die drei Hausgemeinschaften sollten jeweils einen eigenen Namen erhalten. In einer zweiten Runde stimmte die Kommission daher über die Namen der drei einzelnen Hausgemeinschaften ab. Da es bei einer Meinungsumfrage zwischen „geografischen“ und „Rosen-Bezeichnungen“ eine Patt-Situation gab, legte die Kommission die Namen „Wiesengrund“, „Moosberg“ und „Urbachsblick“ für die einzelnen Etagen fest. „Damit haben wir Bezeichnungen gefunden, die einen eindeutigen Bezug zu Rosenthal und zur Umgebung des Hauses haben“, begründete Bürgermeister Hans Waßmuth die Namenswahl.

Für Sonntag, 30. Juni, ist die offizielle Eröffnung des neuen Seniorenzentrums mit einem „Tag der offenen Tür“ geplant. „Auch dabei freuen wir uns wieder auf rege Beteiligung aus der Bevölkerung, so wie wir es auch während der gesamten Bauphase erlebt haben“, sagte Geschäftsbereichsleiter Ernst Boltner.(jj)

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.altenhilfe-wetter.de.

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