Frankenau muss mit Mehrausgaben für Erschließung rechnen

Nationalpark treibt Planung für Kellerwald-Uhr am Euler voran

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Frankenau - Der Neubau eines Infozentrums am südlichen Ende des Nationalparks bewegt die Frankenauer seit 2010. Nun hat sich das Nationalparkamt in Abstimmung mit den Behörden auf einen Standort festgelegt, der in einem besonderen Verfahren überprüft wird. Trotzdem gibt es noch viele offene Fragen.

 In einer Sondersitzung der Stadtverordneten informierten der Leiter des Nationalparks Manfred Bauer, seine Stellvertreterin Jutta Seuring, und Michael Nass, Inhaber des Büros „Geo-Plan“, am Montagabend die Parlamentarier und einige Gäste über den aktuellen Stand der Planungen. Sie zeigten aber auch einige Hindernisse auf, die noch nicht überwunden sind. Ein Beschluss wurde nicht gefasst, die Sitzung diente ausschließlich der Information.

Vorgestellt wurden unter anderem der geplanteStandort: Nach wie vor hält der Nationalpark am Standort „Euler“ fest, also dem Parkplatz, von dem etwa ein Drittel aller Besucher in den Nationalpark startet. Von der ursprünglichen Planung ist das Amt jedoch abgewichen und hat sich für einen Standort etwas weiter nördlich, nahe dem Wanderweg zur Quernst entschieden.

Durch die Festlegung des Standortes wurde ein so genannter „vorhabenbezogener Bebauungsplan“ möglich, für den sich die Stadtverordneten entschieden, nachdem dieser von den entscheidenden Behörden vorgeschlagen worden war. Das bedeutet, dass nicht das gesamte Gelände untersucht und bewertet wird, sondern ausschließlich der geplante Standort. Das hat Vor- und Nachteile, wie die Vertreter des Nationalparks und des Planungsbüros darlegten. Manfred Bauer sieht durch das Verfahren eine größere Chance auf eine Zustimmung: „Wenn die entscheidenden Behörden uns sagen: ‚Ihr macht das besser so‘, dann wäre es dumm von uns, das nicht zu tun“. Bürgermeister Björn Brede ergänzte, dass das Regierungspräsidium die Stadt durch das vorhabenbezogenene Verfahren praktisch auf dem Weg begleite, damit keine Details übersehen würden.Ursprünglich war für die Kellerwald-Uhr eine Investition von einer Million Euro geplant. Mittlerweile gibt es nur noch eine Zusage über 500 000 Euro für den Bau inklusive Planungskosten. Damit werde er sich nicht zufrieden geben, kündigte Manfred Bauer an. Auch die Stadt Frankenau muss mehr investieren. Die Kosten für die Erschließung haben sich massiv erhöht. Für die Versorgung mit Strom, Telefon und Wasser werden je nach Variante zwischen 90 000 und 108 000 Euro fällig, hinzu kommen nach Angaben von Brede weitere Kosten in Höhe von bis zu 20 000 Euro.

Wie es mit den Planungen zur Kellerwald-Uhr weitergeht, ist abhängig von den Beratungen zum Haushalt für das Jahr 2013. Dort müsste das Geld für die Erschließung eingeplant werden.

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