Naturschützer behüten wandernde Kröten vor Autos

Kröten und andere Amphibien fallen während ihrer Wanderung zum Gewässer oft vorbeifahrenden Autos zum Opfer. Meist werden sie nicht überfahren – die Autos erzeugen Druck, der Trommelfell und Lunge der Tiere zum Platzen bringt.

Frankenberger Land. Es klingt wie ein Szenario aus einem Horrorfilm: „Auf der Kreisstraße wird es wieder ein richtiges Gemetzel geben“, sagt Klaus Klimaschka. Es klingt überspitzt, aber Klimaschka macht sich Sorgen: Er ist Vorsitzender der Ortsgruppe vom NABU in Burgwald.

Und im Moment geht er nach Einbruch der Dämmerung mit der Taschenlampe die Straße ab, um Kröten aufzusammeln: „Wir versuchen zu retten, was zu retten ist.“

Frösche, Kröten und Molche haben ihre Winterstarre beendet, jetzt ziehen sie zum Laichen zum Gewässer, in dem sie geboren sind: „Gut zwei Monate später als sonst, denn es braucht etwa fünf Grad, damit die Kröten loswandern“, sagt Klimaschka.

In seinem Gebiet wandern die Tiere vor allem auf der Kreisstraße zwischen Wiesenfeld und Burgwald zu einem größeren Teich hinter dem alten Forsthaus. Zäune mit Eimern, in denen die Kröten aufgefangen und dann von Naturschützern zum Teich gebracht werden, gibt es schon lange nicht mehr: „Das haben wir früher gemacht, jetzt hat es keinen Sinn mehr.“

Denn die Rettungsaktionen führten vor Jahren schon einmal zu einem Rückgang der Population: „Die Waschbären frühstückten die Kröten aus den Eimern heraus“, erinnert sich Klimaschka. Erst seit gut drei Jahren wachse die Population wieder. Im Moment schätzt Klimaschka sie auf 1500 Erdkröten und Salamander rund um Wiesenfeld.

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Quelle: HNA

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