Fachtag Regionalentwicklung in Frankenberg

Ein Netzwerk der guten Ideen

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Das Network Waldeck-Frankenberg will junge Akademiker zurück in die Heimat locken. Landrat Reinhard Kubat (r.) gibt den Initiatoren ein Interview zum Thema Arbeit in der Region.Fotos: Patricia Kutsch

Frankenberg - Den fünften Fachtag Regionalentwicklung des Landkreises ist zugleich der erste Fachtag mit einem neuen Konzept: Diesmal standen nicht Referenten im Vordergrund, sondern Projekte aus der Region und der Austausch der Akteure.

„Wir kümmern uns jetzt um uns selbst“, begrüßte Landrat Reinhard Kubat die Gäste des fünften Fachtags zum Thema Regionalentwicklung in der Ederberglandhalle. Bisher hatte der Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung einen Themenschwerpunkt gesetzt und Referenten ausgewählt - nun stand ein „Markt der Möglichkeiten“ im Fokus: Verschiedene Unternehmen und Gruppierungen haben ihre Projekte an Ständen vorgestellt, sind mit Besuchern und anderen Projektträgern in Kontakt gekommen und haben Kurzvorträge über gute Beispiele aus der Praxis gehört.

„Wir haben heute Zeit, um miteinander und untereinander ins Gespräch zu kommen“, erklärte Kubat. Menschen und Projekte sollten sich so kennenlernen und voneinander profitieren. „Ich wünsche mir, dass Sie heute Netzwerke pflegen“, sagte er. Egal ob zum Gemeinwohl, im Naturschutz oder in der Arbeit mit Flüchtlingen: Der Landkreis könne sich nur mithilfe engagierter Bürger weiterentwickeln. „Den Einwohnerschwund haben wir gegenwärtig gestoppt“, freute sich Kubat. Und auf die Jugend könne man bauen, denn sie hätten viele gute Impulse. „Da sehe ich eine gute Zukunft nachwachsen.“

Moderator Jürgen Römer vom Fachdienst des Landkreises erläuterte den Ablauf: „Wir wollen uns gegenseitig unsere Ideen zeigen“. Der direkte Austausch sei wichtig, um die Ideenvielfalt im Landkreis zu bemerken. „Nehmen Sie Eindrücke mit“, riet er.

In der Ederberglandhalle präsentieren sich an Ständen etwa der Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung, die Regionen Kellerwald-Edersee und Diemelsee-Nordwaldeck, das Korbacher Energiezentrum, das Naturschutzgroßprojekt Kellerwald-Region, die Bürgerenergiegenossenschaft Ederbergland, das Netzwerk für Toleranz und der Kreisjugendring.

Auf der Bühne stellte Armin Feulner die Ölmühle in Haubern vor, Günter Jakobi erzählte vom Bürgersolarpark in Laisa und Werner Böhle vom Wettermuseum „Alte Schule“ in Schreufa. Vorträge hielten auch die Unternehmerinnen Burgwald, die Lehmmanufaktur Volkmarsen und der Förderverein Kloster Flechtdorf.

Auch das „Network Waldeck-Frankenberg“ hat sich näher vorgestellt. Eine Gruppe junger Leute hat es sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen, die zum Studieren den Landkreis verlassen haben, wieder in die Heimat zu locken und die Vorzüge zu zeigen.

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