Demokratie ist das Thema

Netzwerk für Toleranz wird im Landkreis aufgebaut

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Sie koordiniert den Aufbau des Netzwerks für Toleranz: Ursula Müller.

Waldeck-Frankenberg. Die Arbeit für den Aufbau eines "Netzwerks für Toleranz" im Landkreis hat begonnen. Diplom-Pädagogin Ursula Müller hat im Auftrag des Kreisausschusses die Koordination übernommen.

Neben der Installierung des Netzwerkes an sich soll sie auch einen lokalen Aktionsplan ausarbeiten und einen Förderantrag an das Bundesfamilienministerium formulieren, gab der Landkreis am Freitag bekannt.

Das Netzwerk soll präventiv beim Thema Rechtsextremismus wirken und generell Toleranz und demokratische Werte stärken. Der Kreistag hatte das Projekt im Februar einstimmig beschlossen, noch unter dem Arbeitstitel "Netzwerk gegen Rechtsextremismus". Die Beteiligten hätten sich für einen neuen Titel entschieden, erklärte Landrat Dr. Reinhard Kubat. "Für Toleranz", das erschien passender, etwa im Hinblick darauf, auch Menschen aus anderen Ländern bei uns aufzunehmen.

Nach dem Parlamentsbeschluss war zunächst unter organisatorischer Leitung des Fachdienstes Ländlicher Raum eine Steuerungsgruppe gegründet worden. Eingebunden sind alle Kreistagsfraktionen, die Fachdienste Sport und Jugend, die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg und das Staatliche Schulamt. Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit schon bestehenden Projekten, erklärte Fachdienstleiter Dr. Jürgen Römer. Das neue Netzwerk solle keine "Super-Behörde" sein, die sich oben drübersetzt. Vielmehr wolle man alle Kräfte bündeln, "die sich im ganzen Landkreis für Demokratie stark machen".

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Von Matthias Müller

Quelle: HNA

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