Franenberg. Ewikon investiert rund zwei Millionen Euro in neue Räume

Neubau als Bekenntnis zum Standort

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- Frankenberg (jos). „Ursprünglich wollten wir nur die Toilette renovieren“, sagen die Geschäftsführer Martin Wilhelmi und Peter Braun schmunzelnd. Seit diesem Herbst entsteht bei Ewikon nun auf einer Grundfläche von 600 Quadratmetern ein zweigeschossiger Anbau. Im Frühjahr 2012 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Schon seit 2007 investiert das Heißkanal-Unternehmen kontinuierlich große Summen in den Standort in der Siegener Straße. Rund sieben Millionen Euro seien in den vergangenen Jahren geflossen, um die Arbeitsabläufe zu optimieren und die Kapazitäten auszubauen, erklären die Geschäftsführer. Dass Firmeninhaber Andreas Hettich diese Millionen-Investitionen bewilligt, werten sie als ein klares Bekenntnis zum Standort Frankenberg. Ausschließlich in der Siegener Straße fertigt Ewikon Produkte, die weltweit verkauft werden. In mehreren Ländern, auch in den USA und in China, unterhält das Unternehmen Verkaufsniederlassungen.

Mit dem Anbau an die Firmenzentrale verfolgt die Geschäftsleitung mehrere Ziele. Im Untergeschoss entstehen auf einer Fläche von etwa 460 Quadratmetern neue Sozialräume – also Umkleiden, Duschen und Pausenräume. Außerdem zieht in den Neubau, der sich rechts neben dem Haupteingang zum Verwaltungsgebäude befindet, die Abteilung Kontrolle ein, die derzeit in der Montagehalle arbeitet. Weil die Ewikon-Produkte mitunter bis auf einen Tausendstel-Millimeter exakt verarbeitet sein müssen, werden die Räume für die Qualitätskontrolle klimatisiert. Denn schon kleine Abweichungen von der vorgegebenen Raumtemperatur von 23,8 Grad Celsius könnten die Messergebnisse verfälschen, so die Geschäftsführer.

Im Obergeschoss des Anbaus entstehen indes neue Büroräume – mit jeweils rund 20 Arbeitsplätzen für die Abteilungen Verkaufsinnendienst und Konstruktion. „Die beiden Abteilungen sind dann näher beieinander, wir versprechen uns dadurch eine höhere Effizienz durch kürzere Wege bei Absprachen“, erläuterte Geschäftsführer Peter Braun. Die Kommunikation zwischen den Verkäufern und den Konstrukteuren sei wichtig, weil in der Konstruktion die Aufträge der Kunden umgesetzt werden. Deutlich produktiver geworden sei Ewikon schon durch den Bau einer neuen Montagehalle, die Ende 2007 bezogen worden ist. Seitdem habe sich das Unternehmen sehr gut entwickelt. Alleine im Verlauf dieses Jahres seien 17 neue Stellen geschaffen worden, so dass Ewikon am Stammsitz in Frankenberg nach Angaben der Geschäftsführung im Januar 2012 exakt 222 Mitarbeiter hat.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 22. Dezember

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