Neubau für rund zwei Millionen Euro

Kindergarten in Rennertehausen: Neubau schreitet voran – Einzug im August

+
Wie ein Kirchenfenster in Blei eingelegt: (linkes Foto) Das runde Fenster von Glasmalermeisterin Claudia Satzke, hier mit Pfarrer Claus Becker bei der Besichtigung. Rechtes Bild: Der Kita-Neubau ist innen und außen fertig verputzt und soll ab 1. August bezugsfertig sein.

Rennertehausen. „Ich gehe davon aus, dass dieses Haus am 1. August fertig ist und die Kita dann einziehen kann.“ Dies sagte Pfarrer Claus Becker von der evangelischen Kirchengemeinde Battenfeld jetzt bei einer Baustellenbesichtigung des Kindergarten-Neubaus in Rennertehausen.

„Nach dem 1. Oktober können dann auch alle anderen Gruppen des Dorfes unser Raumangebot nutzen“, ist Becker überzeugt. Der Neubau für rund zwei Millionen Euro, der in Rennertehausen auf 1000 Quadratmetern entsteht, soll neben seiner Funktion als Kindergarten ein „Haus für das Dorf“ werden. Neben drei Gruppenräumen für die Kinder und einer separaten Krippe, die jeweils mit eigenem Sanitärbereich und eigener Garderobe ausgerüstet sind, entstehen hier zwei weitere Räume, die auch der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

„Das Haus ist als Begegnungstätte für Jung und Alt gedacht, und wir wollen hier auch versuchen, einige Gemeinsamkeiten aus früher gelebten Familienmodellen, mit Großeltern und Enkelkinden, zurückzugeben“, erklärte Pfarrer Becker einen Teil des neuen Nutzungskonzeptes. Dazu gehört auch das Mittagessen für Senioren – gemeinsam mit ihren Enkelkindern. „Das würden wir ab 2015 gerne anbieten.“ Das Gebäude durchzieht ein heller 40 Meter langer Flur, der tagsüber als Spielflur genutzt wird und von seiner Größe durchaus geeignet ist, hier auch Veranstaltungen wie einen Gottesdienst abzuhalten oder eine Ausstellung zu zeigen.

Hoch oben in diesem Flur ist ein buntes, rundes Glasfenster eingebaut, das diesem Raum etwas Sakrales verleiht. „Es ist mit Blei wie ein Kirchenfenster gearbeitet“, erklärte die Herstellerin, Glasmalermeisterin Claudia Satzke, die an der Baustellenbesichtigung teilnahm. Das Fenster stelle mit seinem nach oben offenen Kreis dar, dass dieses Haus und ihre Gemeinschaft für alle offen seien.

Wiedererkennung

In den Farben Grün und Blau finden sich die Eder und ihre grünen Wiesen wieder, und im gezackten Linienverlauf sind die sanften Höhen des Ederberglandes erkennbar. Das graue Kreis-Element könne als eine Wegstrecke gedeutet werden – wie der Weg der beiden Jünger nach Emmaus, als der drei Tage zuvor gekreuzigte Jesus zu ihnen trat und sie ihn nicht erkannten.

Damit hat das Fenster auch einen christlichen Bezug, der zur noch offenen Namensfindung für das „Haus des Dorfes“ beitragen könnte. Die Kita für sich wird ihren Namen „Kleine Strolche“ behalten.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare