Äsungsflächen bei Haine

Neue Bäume für den Schutz des Wildes

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Dutzende Freiwillige halfen Förster Erich Wetzlar (Zweiter von rechts) beim Pflanzen der Bäume, darunter, Allendorfs Parlamentschef Norbert Bötzel (Vierter von rechts) und der Ersten Beigeordnete, Kurt Kramer (rechts).Foto: Erwin Strieder

Allendorf-Haine - Rund 1320 Bäume reicher ist seit Samstag der Dickenscheid bei Haine. Dutzende Freiwillige setzten die Pflanzen als Äsungsfläche für das Wild.

Groß war die Beteiligung bei einer Pflanzaktion für Bäume und Sträucher auf dem Dickenscheid oberhalb von Haine. Dorfbewohner jeden Alters halfen mit. Bei der Biotop- und Wildackergestaltung handelte es sich um eine gemeinsame Aktion der Gemeinde, der Hainer Jagdgenossenschaft und Jagdpächter Rolf Kienen. Fachlich unterstützt wurde das Projekt von Revierförster Erich Wetzlar.

Der erklärte: „Es gilt, den Naturschutz vor Ort zu verbessern und blühende Oasen für einen artenreichen Tierbestand zu schaffen.“ Zur Hege des heimischen Wildes sollte deshalb auf dem Dickenscheid am Rande des Hochwaldes eine spezielle Äsungs- und Deckungsfläche angelegt werden. Diese Fläche sollte mit einer vielseitigen Mischung aus Futterpflanzen und Kräutern bestückt werden. „Solche Wildäsungsflächen sind nicht nur für das jagdbare Wild wichtig, sie dienen auch der Förderung und Erhaltung vieler anderer Tierarten in der einseitig genutzten Flur“, sagte Wetzlar.

Die ersten Gedanken an die Aktion gab es zu Beginn des Jahres 2012, die Planung folgte im Herbst des vergangenen Jahres durch Oliver Koch von der Gemeindeverwaltung und den für den Gemeindewald zuständigen Forstbeamten Erich Wetzlar. Die Gesamtfläche von 1,44 Hektar wurde bislang überwiegend als Wildacker genutzt, der aber für diesen Zweck eigentlich zu groß ist.

Die Zielvorstellung war, den Wildacker mit einer Größe von 3750 Quadratmetern in zentraler Lage zu erhalten. Im Nordteil der bisherigen Gesamtfläche, wo bereits einige wenig gepflegte Obstbäume stehen, sollte eine Ergänzung durch 20 Apfel- und Birnbäume sowie durch Sträucher im Waldrand erfolgen. Im Ostteil sollten auf 34 Ar mit Eichen und Hainbuchen sowie Sträuchern neuer Wald angelegt werden. Im Süden sollte eine Streuobstwiese mit zwei Reihen Apfel- und Birnbäumen - insgesamt 50 Stück - entstehen. Das Biotop sollte schließlich im Westen durch eine Wind- und Sichtschutzpflanzung von 1750 Quadratmeter Größe mit Sträuchern und Bäumen abgerundet werden.

(ied)

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