Politik und Wirtschaft fordern Aufnahme der B508n in Bundesverkehrswegeplan

Neue Bundesstraße soll Erndtebrück und Frankenberg verbinden

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Waldeck-Frankenberg - Auf 287 Millionen Euro werden die Kosten für den Bau einer leistungsfähigen Bundesstraße mit Ortsumgehungen zwischen Kreuztal und Frankenberg beziffert.

2015 soll ein neuer Bundesverkehrswegeplan vorgelegt werden. Die Städte und Gemeinden aus dem südlichen Kreisteil haben dem Land in den vergangenen Tagen ihre Vorstellungen übermittelt: Acht der zehn Kommunen beantragen, die Ortsumgehungen entlang der Bundesstraße 252 von Norden nach Süden ebenso in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufzunehmen wie eine West-Ost-Verbindung B 508n. Das erklärten die Verwaltungschefs bei einer vom Frankenberger Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen (AFK) initiierten Zusammenkunft mit Landrat Dr. Reinhard Kubat und Vertretern der Wirtschaft. Regierungspräsident a.D. Lutz Klein appellierte gestern, diese Chance nicht zu vergeben, jetzt den „Fuß in die Tür“ zu bekommen. Denn von Westen baut sich Verkehrsdruck auf das Frankenberger Land auf. Nach der Absage an den Lückenschluss „A4“ zwischen Olpe und Hattenbach haben die Kommunen in Nordrhein-Westfalen mit der Planung von neuen Ortsumgehungen begonnen: in vier Abschnitten soll eine zum Teil dreispurige Bundesstraße 508n zwischen Kreuztal und dem Erndtebrücker Ortsteil Schameder realisiert werden. „Wir müssen dann mit den Ortsumgehungen entgegenkommen“, forderte AFK-Vorsitzender Klaus Gantner: mit einer Ortsumgehung Hatzfeld sowie einer ausgebauten B 253 an Laisa, Battenberg und Allendorf vorbei bis Frankenberg. Eine von der IHK und der Wirtschaft finanzierte Studie bewertet das 150-Millionen-Euro-Projekt in Hessen als „ökologisch vertretbar“. Von Rouven Raatz

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