Verein Kreis-Heimatmuseum hielt Rückblick auf die Entwicklung im Jahr 2011

Neue Ideen, mehr Besucher

Neue Exponate: In der Jahreshauptversammlung des Vereins Kreis-Heimatmuseum stellten Vorsitzender Wittekindt und sein Mitarbeiter Papenfuß unter den Neuzugängen auch diesen Christus-Korpus vor. Foto: Völker

Frankenberg. Mit einer Fülle von Sonderveranstaltungen und der Herausgabe eines Museumsheftes über die Marienkapelle hat das Kreis-Heimatmuseum Frankenberg im vergangenen Jahr viele Menschen angesprochen.

Die Besucherzahl stieg, wie Museumsleiter Heiner Wittekindt bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Kreis-Heimatmuseum feststellte, im Jahr 2011 erneut an auf 2816, darunter 572 Kinder und Jugendliche.

Verbunden wurde der Tag des Offenen Museums 2011 wieder mit einem Kräutermarkt im Innenhof von Sankt Georgenberg, der Lions-Club lud zu einem Weinfest ein, die Wanderer bei der Eröffnung des Europäischen Hugenottenpfades machten hier Station, am Halloween-Abend gab es Aktionen gezielt für Kinder, viele Gäste kamen auch zum Markt im Klostergarten.

Erstmals „Nacht im Museum“

Zum Jahresende boten Heiner Wittekindt und sein Mitarbeiter Hans Papenfuß erstmals eine „Nacht im Museum“ an, bei der ebenfalls Kinder und ihre Eltern mit der Taschenlampe auf Entdeckungsreise durch die Heimatgeschichte gehen konnten.

Angeregt durch eine Steininschrift „Luege hin“ an der Liebfrauenkirche, deren Baubeginn vor 725 Jahren 2011 zum Anlass für ein Jubiläumsfest genommen wurde, startete Pfarrer a. D. Wittekindt besonders erfolgreich eine neue Workshop-Reihe, die die Zuschauer im direkten Kontakt mit den Ausstellungsstücken zum genaueren Hinschauen auffordert. Unter anderem ging es um Figuren aus der Zeit der Gotik und um die Balkenköpfe Philipp Soldans.

Eine Reihe von neuen Exponaten und Leihgaben, so der Vorsitzende des Museumsvereins, wurde übergeben: als „besonderer Schatz“ eine Bibel des Wittenberger Buchdruckers Hans Lufft von 1556, eine Ofenplatte mit da Vincis „Abendmahl“, eine Original Soldan-Platte aus dem Adam-Eva-Zyklus, Trachtenteile, Alltagsgegenstände, eine Foto-Glasplatten-Sammlung aus dem Nachlass von Dipl. Ing. Hermann Freimuth und eine Leihgabe der Familie Raab mit „68 Werkzeugen des Geistes“, so Wittekindt, eine Sammlung von Tintenfässern in allen Variationen.

Wo aber alle Neuzugänge lagern? „Nach wie vor fehlt uns ein Magazin“, bedauerte Wittekindt. Es liege ein großzügiges Angebot der Erbengemeinschaft Hein vor, die ehemalige Werkstatt der Schreinerei in der nahen Bahnhofstraße anzumieten, was man unbedingt annehmen sollte, eventuell in Nutzungskooperation mit anderen Vereinen. Hier will der Museumsverein möglicherweise finanziell mithelfen.

Kritisiert wurden erneut in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins „die inakzeptablen Arbeitsbedingungen“: Es gebe kein Büro, keinen Akten- und Bücherschrank, nur einen Tisch im zugigen Vorraum für Prospekte. Von den Fenstern in Einfachverglasung tropfe nach Vereisung im Winter oft das Wasser. (zve)

Quelle: HNA

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