Hubertusmesse in besonderem Rahmen in Allendorfer Scheune

Neue Kirchenvorsteher eingeführt

Die neuen Kirchenvorsteher aus Allendorf, Louisendorf und Ellershausen; von links: Irma Eitzenhöfer, Tristan Polter, Heinz Berg, Pfarrer Heinrich Giugno, Bärbel Prinz, Elvira Heinrichs, Diana Michel, Birgit van Wüllen, Petra Schäfer und Wilfried Wagner.

Frankenau-Allendorf - In einer „Waldscheune“ führte Pfarrer Heinrich Giugno am Sonntagmorgen neun Kirchenvorsteher bei einer Hubertusmesse in ihr Amt ein.

Trockenes Laub raschelte auf dem Boden, als gestern 17 Parforcehornbläser der Frankenberger Jägervereinigung in die geschmückte Scheune zur Hubertusmesse einzogen. Sie bildete den Rahmen für die Einführung des neuen Kirchenvorstandes und der Ehrung der neuen Kirchenältesten Elsbeth Kessler. Große Strohballen fungierten als Altar mit einem Kreuz aus Birkenholz. Bäume an den Wänden, Laub und Moos verwandelten die Scheune von Karl-Heinz Knoche zu einem Walddiorama.

Eine Vertrauensperson

Pfarrer Heinrich Giugno erinnerte an den Heiligen Hubertus, in dessen Namen schon seit dem Mittelalter Gottesdienste gefeiert würden. Über den im Jahr 706 in Maastricht geweihten und 727 in Lüttich gestorbenen Bischof sei nur wenig bekannt. Pfarrer Giugno versuchte in seiner Predigt, den tieferen Sinn der Hubertuslegende im Zusammenhang mit der Allendorfer Kirche und dem neuen Kirchenvorstand zu ergründen. „Ein Mensch hört in seiner Lebenssituation den Ruf Gottes“, sagte der Geistliche und würdigte die Verantwortung, die die Kirchenvorsteher für die Gemeinde übernehmen. Das Gremium wird in Allendorf von Ortwin Bauch, Elvira Heinrichs, Diana Michel, Bärbel Prinz, Wilfried Wagner und der erstmals gewählten Petra Schäfer gebildet. Aus Ellershausen wurde Irma Eitzenhöfer eingeführt. Aus Louisendorf erhielten Heinz Berg, Tristan Polter und Birgit van Wüllen ihre Urkunden.

Seit 30 Jahren gehörte Elsbeth Kessler dem Kirchenvorstand an. Darüber hinaus versah die Allendorferin 18 Jahre lang den Küsterdienst und verteilte den Gemeindebrief.

Giugno würdigte ihre Verdienste und ihren engen Kontakt zur Gemeinde. Nach einem einstimmigen Votum im Kirchenvorstand wurde sie zur Kirchenältesten ernannt. Sie fungiert somit als Vertrauensperson des Pfarrers und Bindeglied zur Gemeinde. Die Parforcehornbläsergruppe der Frankenberger Jägervereinigung unter der Leitung von Gerd Lohmann und Alexander Finger gestaltete die Hubertusmesse mit abwechslungsreichen Klängen. Dem „Glockengeläut“ vor dem Gebet folgte zum Abschluss der Marsch „Sorti de messe“. (sr)

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