Neue Ära im Rettungsdienst: DRK bildet Notfallsanitäter aus

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Seit Montag bildet der Frankenberger DRK-Kreisverband Notfallsanitäter aus: (von links) Kreisvorsitzender Dr. Rolf Bluttner, Ausbilder Julian Marco Wiggelinghoff, Azubi Christopher Gierse, Rettungsdienstleiter Christian Neuhaus, Azubi Alina Reitz, Ausbilder Dirk Huhn, Azubi Tobias Möscheid und Betriebsratsvorsitzender Herbert Westhauser.

Frankenberg.  Den Beruf des Notfallsanitäters gibt es in Deutschland erst seit 2014. Beim Frankenberger DRK-Kreisverband haben die ersten drei jetzt ihre Ausbildung begonnen.

„Sanitäter“ wird im Volksmund oft genannt, wer in den signalweißen Autos mit Blaulicht auf dem Dach durch die Straßen eilt. Bislang stimmte das nur bedingt: 50 der 75 Mitarbeiter des Frankenberger DRK-Rettungsdienstes sind Rettungsassistenten und verfügen über eine zweijährige Ausbildung - anders als Rettungssanitäter, die nur vier Monate lernen. Das Berufsbild des Rettungsassistenten wird nun durch das des Notfallsanitäters ersetzt. „Das bedeutet eine neue Ära für den Rettungsdienst“, sagt Christian Neuhaus, Leiter des Rettungsdienstes beim Kreisverband. Rettungsassistenten werden künftig nicht mehr ausgebildet.

Notfallsanitäter müssen eine dreijährige Ausbildung durchlaufen. Anders als bisher fungieren die Rettungsdienste als Ausbildungsbetrieb. „Es ist eine duale Ausbildung, wie sie zum Beispiel im Handwerk schon lange üblich ist“, sagt Rettungsassistent Dirk Huhn. Seit 2014 gilt das neue Gesetz. Mit Tobias Möscheid aus Rosenthal, Alina Reitz aus Holzhausen und Christopher Gierse aus Burgwald haben gestern die ersten drei Auszubildenden ihren Dienst beim Kreisverband angetreten.

Auch Dr. Rolf Bluttner, Vorsitzender des Verbandes, sieht in dem neuen Berufsbild einen „Schritt nach vorne“. „Mit der umfangreichen Ausbildung werden sie mehr leisten können.“ Insgesamt zwölf Monate besuchen die Lehrlinge die Berufsschule in Marburg, viereinhalb Monate absolvieren sie eine Ausbildung in der Marburger Uni-Klinik. Die Hälfte der Ausbildung verbringen sie in der Lehrwache in Frankenberg und fahren ab dem zweiten Lehrjahr auch zu Einsätzen. Die letzten eineinhalb Monate sind zur Vorbereitung auf die Prüfung vorgesehen. (da)

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Quelle: HNA

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