EWF investiert, die Stadt spart

650 neue Straßenlampen für Battenberg

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Heinfried Horsel (links) präsentiert das neue Leuchtmittel, EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller zeigt eine nicht mehr verwendete Birne.Foto: Mark Adel

Battenberg - Die neuen Leuchten sind gut für die Stadtkasse und die Umwelt: Jährlich werden nach Angaben des Stromversorgers EWF rund 70 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Den Bürgern seien die neuen Lampen schnell aufgefallen, berichtete Bürgermeister Heinfried Horsel. „Battenberg strahlt in mildem, gelbem Licht.“ Es habe aber auch Kritik gegeben, die neuen Straßenlampen würden nicht so hell strahlen wie die alten Laternen.

Das sei aber ein subjektiver Eindruck, sagte Stefan Schaller, Geschäftsführer des Stromanbieters Energie Waldeck-Frankenberg: Durch die Lichtführung seien die Straßen besser und kontrastreicher als bisher ausgeleuchtet. Zugleich wirke gelbes Licht auf die meisten Insekten weniger anziehend. Die Stadt hätte den Wechsel zur stromsparenden Technik nicht alleine finanzieren können, sagte Horsel. Die Kosten betragen 70.000 Euro. Sie übernimmt die EWF, die auch den Strom in den ersten drei Jahren zahlt. Die Stadt Battenberg zahlt dafür von 2012 bis 2014 jährlich 33.515 Euro an die EWF, also insgesamt 100.545 Euro.

Anschließend gehören die Straßenlampen der Stadt. Durch den geringeren Stromverbrauch und sinkende Wartungskosten amortisiert sich die Investition, Battenberg spart langfristig Geld. Für die EWF gehe das Geschäft „null auf null“ auf, sagte Schaller.

Er sieht die Umstellung als Baustein auf dem Weg zur Energiewende in der Region. „Die Stadt spart bei der Straßenbeleuchtung 54 Prozent Energie ein und entlastet gleichzeitig die Umwelt jährlich um rund 70 Tonnen Kohlendioxid.“ Die neuen Leuchtmittel leisten – je nach Standort – 50 oder 70 Watt, die Lampenköpfe verfügen über moderne lichtlenkende Optik. In alten Lampen wurden laut Stefan Schaller teilweise zweimal 80-Watt-Birnen eingesetzt.

Heimische Elektriker und EWF-Monteure tauschten die Lampenköpfe und die Leuchtmittel von September bis Dezember 2012 aus, einzelne Restarbeiten wurden in den vergangenen Wochen erledigt.

Ein Umstieg auf moderne LED-Technik ist laut Stefan Schaller in Battenberg nicht wirtschaftlich. Grund sind die relativ geringen Leuchtzeiten von rund 2000 Stunden jährlich.

Nach Angaben des Leiters der EWF-Planung, Michael Wiechers, müssen alle Kommunen die Straßenbeleuchtung umstellen. Ab dem Jahr 2015 greife eine neue EU-Energieeinsparverordnung. Die bisher verwendeten Leuchtmittel seien dann nicht mehr erhältlich.

Im Januar eröffnete die EWF im Battenberger Rathaus ein Kundenzentrum. Es wird laut Stefan Schaller gut angenommen. Geplant ist noch die Einrichtung eines „technischen Stützpunkts“.

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