Ellershausen

"Neue Wege" in Ellershausen

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Maisernte

- Frankenau-Ellershausen (gl). Regenerative Energien für die Frankenauer Ortsteile? In Ellershausen wurde am Montagabend über diese Idee des Bürgermeisters beraten.

Großes Gedränge herrschte am Montagabend im Gasthaus „Zum Adligen Hof“, als der Ellershäuser Ortsbeirat tagte. Viele interessierte Bürger waren gekommen, auch um Bürgermeister Björn Bredes Ausführungen zum Thema „Regenerative Energien für Frankenau“ zu lauschen.Brede hatte vor wenigen Wochen angekündigt, durch die Ortsbeiräte touren zu wollen, um dafür zu werben, dass sich die Frankenauer Stadtteile in Zukunft soweit möglich selbst mit Wärme und Energie versorgen. Ortsvorsteher Ulrich Matz sagte: „Wir müssen uns heute klar werden: Was wollen wir?“ In einem zweiten Schritt gelte es dann herauszufinden, wer bereit sei mitzumachen. Dafür schlug er etwa Fragebögen vor, mit deren Hilfe eine Art „Energiekataster“ erstellt werden könne. Im dritten Schritt seien dann externe Experten heranzuziehen.

Bürgermeister Brede wies noch einmal darauf hin, dass nicht jede Energieform für jedes Dorf geeignet sei. Biomasse etwa sei vor allem dann sinnvoll, wenn die Anlage mit Gülle und Mist funktioniere. Maissilage oder Gras nannte er wegen der in Frankenberg geplanten Großanlage problematisch. Zugleich sagte er, müsse zwischen derartigen Anlagen und jenen unterschieden werden, die nur der Selbstversorgung dienten. „Ich bin offen für jede Technologie, aber nicht für jeden Standort“, sagte der Verwaltungschef. Windräder nahe des Nationalparks kämen nicht in Frage – an anderen Standorten seien sie eine Überlegung wert. „Man kann und muss es aber mit den Menschen machen, die dort leben“, sagte er und wies er auf die Notwendigkeit hin, nur in Abstimmung mit den Bürgern und Ortsbeiräten zu handeln.Brede machte deutlich, dass regenerative Energien ein langfristiges Thema seien, über das sich aber bereits heute Gedanken gemacht werden müsste. „Die Entwicklung wird die Landwirte hier treffen“, sagte er mit Blick auf den zunehmenden Konkurrenzkampf zwischen Futter- und Energiepflanzenanbau.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung vom 10. November 2010.

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