Planungen für Verbindung von Bromskirchen nach Schreufa werden konkreter

Neue Wege für Radler

Beliebtes Ausflugsziel: Der Linspherradweg bei Bromskirchen. An ihn könnte der geplante Nuhneradweg angebunden werden. Archivfoto: nh

Bromskirchen. Erste Planungen für einen Nuhneradweg von Bromskirchen bis Schreufa sind bereits erfolgt. Wie Bürgermeister Karl-Friedrich Frese gestern Abend im Parlament berichtete, kann dabei die ursprünglich vorgesehene Streckenführung allerdings nicht verwirklicht werden.

Gedacht war zunächst daran, den Radweg durch die im Gebiet der Stadt Hallenberg liegende Nuhne-Aue zwischen Somplar und Rengershausen zu führen. „Das scheitert aber an naturschutzfachlichen Belangen“, erklärte Frese. Daher könne man sich nun vorstellen, dass der Radweg in der „Struth“ an den beliebten „Linspherradweg“ angebunden wird. Von dort aus gehe es in Richtung Somplar bis etwa in Höhe des Regen-Überlaufbeckens Bromskirchen-Ost.

Dort werde dann der Gemeindeverbindungsweg gekreuzt und man gelange schließlich über den „Bromskircher Weg“ in die Ortslage von Somplar. Von dort gehe es dann durch die „Dorfstraße“ und die Straße „Am Kamp“ bis zum Ortsrand und entlang der „Kahlen Seite“ nach Rengershausen. Die Anbindung von Braunshausen an den Radweg sei trotz dieser Trassenführung möglich und auch vorgesehen, sagte Frese weiter. Erfolgen könnte dies an der Nuhnebrücke in Höhe der „Braunshäuser Mühle“.

Bürgermeister Frese hatte mit seinen Amtskollegen Christian Engelhardt (Frankenberg) und Michael Kronauge (Hallenberg) bereits im Vorjahr die Initiative zum Bau eines Radweges entlang der Nuhne von Hallenberg über Bromskirchen, Somplar und Rengershausen bis nach Schreufa ergriffen. Am 20. Januar ist das Projekt laut Frese nun bei einer Kreisbereisung dem Hessischen Verkehrsministerium sowie dem für die Abwicklung später einmal zuständigen Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel vorgestellt worden. Die Vorplanungen sind inzwischen vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bad Arolsen auch aufbereitet worden.

Das Ergebnis daraus: Der 17,5 Kilometer lange Radweg von Bromskirchen entlang der Nuhne bis nach Schreufa stellt aus der Sicht der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung eine ideale Ergänzung des überörtlichen Radwegenetzes dar. Es würde eine Verbindung vom Ederradweg bis zum Ruhrradweg entstehen können. Außerdem seien die topografischen Voraussetzungen ideal, und der Radweg verliefe in landschaftlich reizvoller Umgebung.

Kosten: 1,5 Millionen Euro

Bei einer Breite von drei Metern würde der zu asphaltierende Radweg insgesamt 1,5 Millionen Euro kosten, die zum größeren Teil vom Land Hessen getragen würden. Denkbar sei die Förderung des Projekts konkret in den Jahren 2011 und 2012. Bis dahin müssten die Pläne und die endgültige Trassenführung konkretisiert werden, sagte Frese. Daran wollen die drei Kommunen arbeiten und dies ihren Gremien zur Entscheidung vorlegen.

Von Matthias Müller

Quelle: HNA

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