Haina

Neue Zeiten, neue Stellen, neue Leitung

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- Haina (apa). In beiden Kindergärten der Gemeinde Haina/Kloster soll künftig dasselbe Angebot gemacht werden: von den Öffnungszeiten über das Mittagsangebot bis hin zu den pädagogischen Konzepten.

Am Montagabend beriet der Haupt- und Finanzausschuss über das vom Gemeindevorstand vorgelegte Konzept, das zum Sommer in den Einrichtungenin Haina und Löhlbach gültig werden könnte – wenn die Gemeindevertreter am Donnerstagabend ebenfalls zustimmen. Die Zeichen dafür stehen gut, denn sowohl im Haupt- und Finanzausschuss als auch im Gemeindevorstand hatten sich alle Mandatsträger ohne Ausnahme für die Version entschieden, die Carsten Buch vom Ordnungsamt der Gemeinde und Sabine Ritter, Leiterin der Löhlbacher Kindertagesstätte, gemeinsam vorbereitet hatten.

„Wir wollten eine Konzeption, die das Maximum bietet“, erläuterte Bürgermeister Rudolf Backhaus am Montagabend in der Ausschusssitzung. Die Umsetzung der vorliegenden Version würde zu Mehrkosten in Höhe von rund 160 000 Euro führen. Das Defizit beim Betrieb der Kindergärten wüchse damit auf 500 000 Euro an. „Das ist eine Riesensumme“, räumte Backhaus ein. Allerdings erhielten die Eltern dafür eine Leistungssteigerung von knapp 34 Prozent. Das Defizit sei über Beitragserhöhungen nicht auszugleichen, berichtete der Rathauschef. Dennoch müsse die Kostenbeteiligung der Eltern angepasst werden. Bisher betragen die Beiträge 90 Euro monatlich zuzüglich 2,50 Euro pro Mittagessen – dabei spielt es keine Rolle, ob die Kinder den ganzen Tag oder nur den halben Tag im Kindergarten verbringen.

Das neue Konzept sieht künftig vier verschiedene Preisstufen vor: Die Ganztagsbetreuung für Kinder über drei Jahre kostet dann 170 Euro im Monat, die Halbtagsbetreuung 120 Euro. Für Jungen und Mädchen unter drei Jahren werden für die Ganztagsbetreuung 190 Euro fällig, für die Betreuung bis sechs Stunden pro Tag monatlich 140 Euro. Für die Betreuung von Geschwisterkindern zahlen die Eltern einen um 30 Euro reduzierten Satz. Alle Preise beinhalten ein Anrecht auf Mittagsverpflegung. Eine Version ohne Mittagessen ist vorerst nicht vorgesehen: So will die Gemeinde sicherstellen, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, täglich ein warmes Mittagessen zu erhalten. „Das ist der Charme daran“, betonte Backhaus. Auch Sabine Ritter nannte Vorteile eines gemeinsamen Essens in der Kindertagesstätte: Die Tendenz sei ohnehin steigend und die Kinder nähmen sehr gerne daran teil, berichtete sie. „Ich denke, das wird sich schnell einspielen.“Damit verbunden wären auch die Busfahrzeiten: Die Eltern müssten sich dann gegebenenfalls damit abfinden, dass die Kinder etwas später in die Dörfer gebracht würden.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 23. Februar

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