Übergabe mit Bataillonsappell

Hoberg für Kotthoff: Neuer Kommandeur an Burgwaldkaserne in Frankenberg

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Abschiedstour: Der scheidende Kommandeur Meik Kotthoff wurde über den Exerzierplatz gefahren.

Frankenberg. Die Burgwaldkaserne in Frankenberg hat seit Mittwoch einen neuen Kommandeur: Meik Kotthoff hat die Leitung des Bataillons 932 für Elektronische Kampfführung an Kai-Alexander Hoberg übergeben.

Mit einem feierlichen Bataillonsappell am Mittwoch mit Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und Militär übergab der Kommandeur der EloKa-Truppen, Brigadegeneral Dag Baehr, das Kommando über das in Frankenberg stationierte Bataillon von Oberstleutnant Kotthoff an den neuen Kommandeur Oberstleutnant Hoberg. Kotthoff führte seit Dezember 2015 das Bataillon, Hoberg ist der 24. Kommandeur seit 1962.

Für einen militärischen Abschiedsgruß an Kotthoff sorgte das in Fritzlar stationierte Heeresfliegerregiment 36: Bei der letzten Rede von Kotthoff vor seinen Frankenberger Soldaten überflog ein Kampfhubschrauber vom Typ Tiger den Exerzierplatz. „Ein imposantes Bild – soviel zur Zusammenarbeit der Bundeswehr in Nordhessen“, freute sich Kotthoff über das Zeichen der Wertschätzung.

Für den 42 Jahre alten „gelernten Elokisten“ Hoberg ist die neue Aufgabe zugleich eine Rückkehr zu seinen Wurzeln bei der Bundeswehr. Frankenberg ist kein Neuland für den mit seiner Familie in Hamburg wohnhaften Soldaten: Er startete 1996 beim damaligen Fernmelderegiment 320 in Frankenberg seine Offizierslaufbahn.

Übergabe: Meik Kotthoff (rechts) hat das Kommando an Kai-Alexander Hoberg (links) übergeben, in der Mitte: General Dag Baehr.

Als ein Soldat, der im Frankenberger Bataillon groß geworden ist und dort alle Verwendungsaufgaben vollzogen hat, sei es Meik Kotthoff gelungen, die Folgschaft des Bataillons zu erzielen, erinnerte Brigadegeneral Baehr vor den angetretenen Soldaten: „Das ist das größte Lob für Ihre Leistung“, rief Baehr dem „aufrechten, offenen und gradlinigen Offizier mit großer Erfahrung“ zu.

Der Wechsel an der Spitze des EloKa-Bataillons finde mitten in der Anpassung an neue und stark veränderte Rahmenbedingungen im noch jungen Cyber- und Informationsraum statt, machte Baehr deutlich. Das bedeute für die EkoKa-Truppe insbesondere ein Leben in einer neuen Welt mit vielen neuen Aufgaben – „aber auch unter Beibehaltung alter Aufträge“. Es seien unverändert viele Herausforderungen personeller, konzeptioneller und technischer Art zu lösen, so der General. Dabei sei der Bundeswehr aber immer noch die „Schrumpfkur“ der vergangenen Jahre anzumerken: „Wir sind auf das, was wir künftig machen, strukturell noch nicht vorbereitet.“ Trotzdem zog Baehr ein positives Fazit: „Die EloKa-Truppe wächst zusehends zusammen.“

Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß erinnerte daran, dass die Bundeswehr ein wichtiger Bestandteil der Stadt sei. „Die Soldaten haben sich hier vorbildlich integriert“, sagte Heß.

Anstatt wie üblich im Dienstanzug fand die Bataillonsübergabe diesmal übrigens im Feldanzug statt – als Reminiszenz an die Einsätze Kotthoffs im Ausland. Seine Aufgabe als Kommandeur in Frankenberg sei seine „schönste Verwendung“ gewesen, sagte der Adorfer zum Abschied, ehe er mit einem Jeep vom Exerzierplatz chauffiert wurde.

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