Frankenberg

Neuer Kurs für neue Energien

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- Frankenberg (kabe). Erstmals bietet die Hans-Viessmann-Schule mit Unterstützung heimischer Unternehmen und Verbände das Weiterbildungsstudium zum „Staatlich geprüften Techniker für Umweltschutztechnik mit Schwerpunkt nachhaltige Energietechniken“ wieder in Vollzeitform an.

Die Schwerpunkte des zweijährigen Studiums sind erneuerbare Energien, ökologische Energieverwendung und Energieberatung. Am 8. August begann für die 21 Studenten das zweijährige Studium. „Wir haben sehr erfolgreich begonnen und bereits jetzt liegen uns Bewerbungen für das nächste Jahr vor“, erzählt Kurt Naumann, Abteilungsleiter für Metall und Technik und der Fachschule Umwelttechnik.Die Studenten kommen nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Hessen. „Das Einzugsgebiet erstreckt sich damit vom Taunusstein bis zum Diemelsee“, erläutert Naumann. Aber auch aus München sei ein Student nach Frankenberg gekommen. Die Studierenden arbeiteten vorher in ganz unterschiedlichen Berufszweigen. Unter anderem seien sie zuvor in Industrie- und Bauberufen tätig gewesen, aber auch Anlagentechniker seien unter den Studenten, ergänzt Klassenlehrer Wolfgang Schleiter.

Bereits vor zwei Jahren hat an der Schule eine Teilzeitweiterbildung begonnen, die sich berufsbegleitend über vier Jahre erstreckte. Die 20 Studierenden befinden derzeit im sechsten Semester und damit in der Projektphase, in der sie eine praxisbezogene Projektarbeit erstellen. In dieser beschäftigen sie sich mit Aufgabenstellungen aus dem Bereich erneuerbare Energien. Die Projektarbeit findet in Zusammenarbeit mit einem schulischen sowie einem betrieblichen Betreuer statt, und ermöglicht es den Studenten, an realen Objekten Erfahrungen zu sammeln. Die Projektarbeit stellt gleichzeitig den Abschluss des vierjährigen Studiums dar.

Im neu gestalteten Hauptgebäude der Hans-Viessmann-Schule haben die angehenden Techniker einen eigenen Bereich mit festem Klassenraum, damit sie sich zurückziehen und auch in Kleingruppen selbstorganisiert arbeiten können. Eine Besonderheit des Studiums stellt die engen Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region dar. Neben fachlichen Seminaren bietet die Schule ihren Studierenden auch Besuche in ansässigen Firmen. Die Inhalte der Kurse werden mit den Kooperationspartnern abgestimmt und im Unterricht vor- und nachbereitet. Die Schule hält engen Kontakt mit ansässigen Betrieben, wie Viessmann, dem Maschinenring Waldeck-Frankenberg, der EGF oder der Firma Hero. Gleich in der ersten Woche besuchte die „Umweltklasse“ die Firma Eon und machte eine Exkursion in das Kraftwerk Waldeck II , wo sie sich die Funktionsweise von der Förderpumpe und des Generators erklären ließ. Der Studiengang hat zudem einige Zusatzqualifikationen zu bieten: Zum einen die Ausbilderqualifikation und die Fachhochschulreife, zum anderen erfüllt der Abschluss die Kriterien für einen Energieberater.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 6. September

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