Landeswohlfahrtsverband stimmt einem Klinik-Neubau in Frankenberg zu

Neuer Psychiatrie steht nichts im Wege

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Die Vitos Haina gGmbH darf in Frankenberg neben dem Kreiskrankenhaus eine psychiatrische Klinik bauen. Gestern erteilte die Verbandsversammlung des LWV ihre Zusage. Nach diesem Signal kann nun die Feinplanung für den Neubau beginnen. Die neue Klinik soll bis 2018 fertig sein.Foto: Andrea Pauly

Frankenberg / Haina (Kloster) - Die letzte Hürde ist genommen: Vitos Haina wird die Allgemeinpsychiatrie nach Frankenberg verlegen. Am Mittwoch hat die Verbandsversammlung des LWV grünes Licht gegeben. Nun beginnen die Feinplanungen.

Es ist keine große Überraschung, aber dennoch eine wichtige Nachricht für die Mitarbeiter der Krankenhäuser in Frankenberg und Haina: Die Vitos Haina gGmbH darf die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (KPP) nach Frankenberg verlagern und dort neu bauen. Das haben die Abgeordneten der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen in Kassel beschlossen.

Der Neubau in Frankenberg in direkter Nachbarschaft zum Kreiskrankenhaus wird nach derzeitigen Planungen von Vitos Haina rund 19 Millionen Euro kosten und 2018 realisiert sein. Sowohl der Vitos-Aufsichtsrat als auch die Gesellschafterversammlung hatten sich bereits für eine solche Lösung ausgesprochen (wir berichteten). „Die heutige Entscheidung basiert auf dem von Vitos Haina vorgelegten Konzept“, teilte LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann mit. „Nach genauer Prüfung sehen wir im Umzug eine wirtschaftlich und fachlich sinnvolle sowie zukunftsorientierte Maßnahme, die der Standortsicherung dient“, ergänzte der Vitos-Aufsichtsratsvorsitzende.

Für einen Neubau in Frankenberg gibt es mehrere Gründe. Ganz oben auf der Liste stehen die Kosten: Weil die Krankenhausfinanzierung geändert wird und in der Psychiatrie Tagespauschalen eingeführt werden sollen, rechnet die Geschäftsführung von Vitos Haina mit Einnahmeeinbußen. Organisatorische Veränderungen sollen deshalb die Kosten senken. Diese seien mit einem zentralen Bettenneubau am besten umsetzbar, teilt der LWV mit.

Von dem Umzug ist nur ein Teil der Hainaer Einrichtungen betroffen. Denn zur Vitos Haina gemeinnützige GmbH gehören außerdem die Klinik für forensische Psychiatrie, die forensisch-psychiatrische Ambulanz, die heilpädagogische Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung und die begleitenden psychiatrischen Dienste für seelisch Behinderte. Für letztere entsteht gerade ein großer Neubau in Haina. Sie alle bleiben weiterhin in Haina.

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