Extremwanderung, Festakt und Grußworte im zur Eröffnung des 63 Kilometer langen Ederhöhenpfads

Neuer Stern auf Hessens Wanderkarten

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Frankenberg - Hunderte Wanderer auf der gesamten Strecke von 63 Kilometern zwischen der westfälischen Landesgrenze bei Hatzfeld bis Schmittlotheim haben am Wochenende den Ederhöhenpfad eröffnet. Auch im Frankenberger Wildgehege wurde der neue Wanderweg mit einem kleinen Festakt gefeiert.

„330 Kilometer Qualitätswanderwege gibt es nun in der Region Burgwald-Ederbergland“, bilanzierte Regionalmanager Stefan Schulte bei der Eröffnung des Ederhöhenpfads im Frankenberger Wildpark stolz. Neben den 19 zertifizierten Extratouren seien das der Burgwaldpfad von Marburg bis Frankenberg und nun als bislang längste Strecke der Ederhöhenpfad, in den 18200 Euro investiert worden seien. Das sei der besondere Verdienst der Geschäftsführerin der Ederbergland-Touristik, Silvia Fries. Auch Klaus-Dieter Brandstetter, Geschäftsführer der Touristik Waldeck-Ederbergland, freute sich: „Die sieben Weitwanderwege der nordhessischen Region werden nun um einen achten ergänzt.“

Der Ehrenvorsitzende des Gebirgs- und Wandervereins Oberes Edertal, Walter Sellmann, rief in Erinnerung, dass es noch Anfang der siebziger Jahres des vergangenen Jahrhunderts in der Region keine markierten Wanderwege gegeben habe. Pionierarbeit im Aufbau eines Wanderwegenetzes habe vor allem der damalige Hauptwegewart des Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins, Bruno Mende, geleistet - unter anderem mit der Ausweisung des 231 Kilometer langen Ederhöhenwegs, der 1983 eingerichtet wurde. Auf einem Teilstück dieses Fernwanderwegs von der Quelle bis zur Mündung und noch darüber hinaus sei nun der neue Ederhöhenpfad ausgewiesen worden. „Das bedeutet neue Signale aus unserer Heimat“, sagte Sellmann.

Der Ederhöhenpfad stehe auch für die gute Zusammenarbeit in der nordhessischen Region, sagte Ute Dicks, die Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbands. Diese Kooperation geschehe zwischen dem Naturpark und dem Nationalpark Kellerwald-Edersee, aber auch zwischen den Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen. Der Ederhöhenpfad sei ein attraktiver Weg für einheimische Wanderer und könne auch zu einer Belebung des Wandertourismus beitragen, bilanzierte Dicks.

Hoyer wandert komplett

Weitere Grußworte sprachen Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, Landrat Reinhard Kubat und Hartmut Reiße für den hessischen Tourismusverband.

Der Frankenauer Extremwanderer Thorsten Hoyer, der den Weg auch markiert hat, startete um 6 Uhr noch in der Dämmerung an der Landesgrenze zwischen Hatzfeld und Beddelhausen. Hoyer und neun weitere Ausdauernde kamen am Abend nach 63 Kilometern in Schmittlotheim an. Auf den einzelnen Etappen waren unterschiedlich große Wandergruppen unterwegs und begleiteten Hoyers Gruppe jeweils eine Zeit lang. Insgesamt 100 Wanderer beteiligten sich an den Etappen zwischen Beddelhausen, Hatzfeld, Holzhausen, Battenberg, Röddenau, Frankenberg, Viermünden und Schmittlotheim. Vier Wanderer schafften 30 Kilometer am Stück, darunter der Battenberger Bürgermeister Heinfried Horsel. Zwei Wanderer waren 20 Kilometer dabei, alle anderen zwischen 5 und 17 Kilometern. An mehreren Rastpunkten sorgten Bewirtschaftungen für Stärkung und Erfrischungen der Wanderer.

Von Erwin Strieder

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