Parlament beschließt Prüfgutachten

Neuer Supermarkt für Hatzfelds Mitte

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Auf dem Gelände des Sägewerks Reitz nahe der Eder sollen ein Einkaufsmarkt und ein Fachmarkt gebaut werden. Derzeit gibt es in Hatzfeld einen Edeka.Foto: Mark Adel

Hatzfeld - Noch ist nichts entschieden, doch mit dem Beschluss hat das Parlament den Weg für den möglichen Bau eines Lebensmittelmarkts und eines Fachmarkts freigemacht. Ob diese Gewerbeansiedlung allerdings rechtlich überhaupt zulässig ist, muss vorab geprüft werden.

Die „Gesellschaft für Geschäftsraumvermittlung“ (GfG) aus Korbach sieht offenbar den Bedarf für weitere Geschäfte in Hatzfeld: Konkret geht es um ein Gelände in der Stadtmitte an der Eder im Gebiet „Mühlweide“. Dort befindet sich das alte, seit Jahren leer stehende Sägewerk Reitz. Geplant sind der Bau eines Lebensmittelmarkts und eines Fachmarkts. Ein Investor soll „starkes Interesse“ haben. Begründet wurde das auch durch die starke Nachfrage durch Kunden aus dem Wittgensteiner Land.

Um die Ansiedlung zu ermöglichen, müssten der Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan geändert werden. Zunächst holt der Investor allerdings ein Einzelhandelsgutachten ein, ob die Ansiedlung von Geschäften überhaupt rechtens ist. „Der Stadt entstehen damit noch keine Kosten“, berichtete Eckard Zissel (Bürgerliste Holzhausen) vom Haupt- und Finanzausschuss. Wenn das Gutachten vorliege, werde geprüft, „ob und wie es weiter geht“. Kommt der Bau, muss das Gelände in eine Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung Einzelhandel umgewidmet werden. In dem Einzelhandelsgutachten werde geprüft, ob die Vorgaben des Regionalplans erfüllt seien, sagte Bürgermeister Dirk Junker. Dazu zählt, welche Auswirkungen ein weiterer Lebensmittelmarkt auf den Einzelhandel in umliegenden Kommunen wie Battenberg oder Biedenkopf hätte. „Zugleich erhalten wir eine Übersicht über die Lage vor Ort, auch wenn der Markt nicht kommt“, sagte Junker. „Wir gehen mit dem Aufstellungsbeschluss kein Risiko ein.“

Schon in der Sitzung der Ausschüsse hatte es Gegenstimmen gegeben, und auch im Parlament gab es Kritik: Es werde weder der Name der Firma genannt, die bauen wolle, noch, was genau gebaut werden solle, monierte Erika Lotz (SPD). „Die Informationen sind nicht so aussagekräftig, dass wir zustimmen könnten.“ Bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung war dennoch die Mehrheit des Parlaments für den Bebauungsplan und die Änderung des Flächennutzungsplans.

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