Theater-AG spielt ab Mai im ehemaligen Thonet-Werk

Neuer Zweck für alte Halle

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In dieser Halle des alten Thonet-Werks I spielt die Theater-AG im Mai. Das Gebäude bleibt auch nach der Umgestaltung des Werksgeländes erhalten und bietet somit eine Perspektive.

Frankenberg - Es ist ein Neubeginn und zugleich eine Rückkehr: Die Theater-AG spielt in diesem Frühjahr erstmals in einem leer stehenden Gebäude von Thonet. Für die Schüler ist das WerkI eine neue Kulisse, die nur einen Steinwurf von ihrer langjährigen Wirkungsstätte entfernt liegt.

Frankenberg. „Mir sind mehrere Zentner Steine vom Herzen gefallen“, erinnert sich Thorsten Jech an den Moment, als er erfuhr, dass die Theater-AG einen neuen Spielort gefunden hat. Denn nach der Schließung des Dampfmaschinenmuseums (wir berichteten) stand die Edertalschule zunächst ohne Alternative für die jährlichen Aufführungen da.

Zwar habe es immer noch die Kulturhalle als „Plan B“ gegeben, sagt der Leiter des Ensembles. Aber das wäre nur eine Notlösung gewesen: „Wir können die Kulturhalle schließlich nicht für acht Wochen sperren.“

Anders sieht es mit dem Gebäude auf dem Thonet-Gelände aus: Wo bis vor dem Umzug der Produktion ins nahe Werk II noch Tische gefertigt wurden, dürfen die Mitglieder der Theater-AG in den nächsten Wochen ohne Zeitdruck ihre Bühne und eine Zuschauertribüne mit etwa 300 Sitzplätzen aufbauen sowie Requisite, Maske und Technik-Turm einrichten. „Das ist eine tolle Chance und eine tolle Option“, freut sich Thorsten Jech. „Wir sind schon sehr gespannt auf das neue Ambiente.“

Mit dem Umzug ins Thonet-Werk rücken die Aufführungen wieder in das Herz Frankenbergs, freute sich Jech. Seit 2002 spielte die Theater-AG im Dampfmaschinenmuseum in Schreufa gespielt, vorher hatte der alte Lokschuppen der AG als Theatersaal gedient. „Da schließt sich auch ein Kreis: Der Lokschuppen stand schräg gegenüber“, verweist Jech auf die Lage in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs.

Nicht nur die Vertreter des Gymnasiums freuen sich über die Kooperation - auch Thonet-Marketingleiterin Susanne Korn sieht Vorteile in der Zusammenarbeit. „Als ich las, dass die Theater-AG keine Heimat mehr hat, habe ich gleich an unsere leeren Flächen gedacht.“ Als ehemaliger Edertalschülerin sei es ihr „eine Herzensangelegenheit“, dass das Gymnasium wieder einen geeigneten Ort für seine Aufführungen hat.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung am Donnerstag, 26. März.

(Von Andrea Pauly)

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