Frankenberg

Neuheiten lassen auf Aufträge hoffen

- Frankenberg (rou). Drei Firmen aus dem Frankenberger Land präsentieren sich und ihre Produkte ab der nächsten Woche auf der weltweit größten Messe für die Kunststoff- und Kautschukindustrie: Auf der „K 2010“ stellen Ewikon, Günther und Heitec Neuheiten vor.

An der alle drei Jahre in Düsseldorf stattfindenden Messe beteiligen sich rund 3100 Unternehmen aus 57 Ländern. Vom 27. Oktober bis 3. November stellen die Maschinenbauer, Rohstofferzeuger und Kunststoffverarbeiter ihre Innovationen vor. Unter ihnen sind die Weltmarktführer, aber auch zahlreiche interessante New-comer, teilt die Messe mit. Die Messe „K“ wurde 1952 als Leistungsschau der deutschen Industrie gegründet und mit dem Titel „Wunderwelt der Polymere“ geschmückt. Parallel zum Siegeszug der Kunststoffe und deren Eroberung nahezu aller Teile modernen Lebens entwickelte sich auch die Messe rasant und gilt heute als wichtigster Treffpunkt aller Experten und als Neuheitentermin der Branche. Experten aus dem Fahrzeugbau, der Verpackung, Elektrotechnik, Elektronik und Kommunikation, dem Bauwesen, der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrt haben in Düsseldorf Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Technologie zu informieren. Insgesamt werden weit mehr als 200 000 Fachbesucher von allen Kontinenten erwartet. Auf einem 117 Quadratmeter großen Stand präsentiert sich die Frankenberger Firma Ewikon, die zum zehnten Mal an der „K“ teilnimmt. Außer dem Standardprogramm an Heißkanaltechnik für alle Branchen zeigt Ewikon Lösungen für die Medizintechnik. „Aufgrund intensiver Entwicklungsarbeit sind wir zu einem der vielseitigsten Anbieter von Heißkanal-Systemlösungen für die oftmals speziellen Anforderungen dieser Branche geworden“, teilt das Unternehmen mit. Eine der wichtigsten Neuentwicklungen ist ein Heißkanalsystem, mit dem sich medizintechnische Bauteile, die über mehrere in sehr engen Abständen positionierte Anspritzöffnungen mit Kunststoff gefüllt werden müssen, problemlos in sehr kompakten Werkzeugen herstellen lassen. Dafür baute Ewikon eine Test-Spritzgießform. Diese wird während der Messe auf einer Spritzgießmaschine am Stand das Verfahren live demonstrieren. Wie bei vielen technisch anspruchsvollen Anwendungen gefordert, wird die „Nadelverschlusstechnik“ eingesetzt. Bei diesem Verfahren verschließt eine Stahlnadel nach jedem Füllvorgang die Einspritzöffnung und ermöglicht damit eine besonders hohe Oberflächenqualität der produzierten Teile. Ewikon bietet für diese Technik eine Vielzahl unterschiedlicher Bauarten an, unter anderem auch einen elektrischen Nadelantrieb. Auch in diesem Bereich werden Weiterentwicklungen präsentiert, die sowohl die Präzision als auch den Bedienkomfort der Systeme nochmals verbessern. Die generelle Entwicklung der Kunststoffmesse bewertet Ewikon differenziert. „Etwas schade ist“, meinen die Geschäftsführer Dr. Martin Wilhelmi und Dr. Peter Braun, „dass sich die ,K‘ mehr und mehr zu einer großen Show entwickelt. Viele Neuentwicklungen werden inzwischen häufig auf den kleineren Fachmessen vorgestellt, wo auch wir unsere Zielgruppe oftmals konzentrierter treffen.“ Nach wie vor habe die Messe eine wichtige Funktion für exportorientierte deutsche Unternehmen. Sie helfe, das Image „Made in Germany“ weltweit hochzuhalten und den Besuchern ein Bild von Deutschland als High-Tech-Standort zu vermitteln. Dies sei wichtig, um in Deutschland gefertigte Qualitätsprodukte auch international wettbewerbsfähig zu halten. „Und gerade in der momentan vorherrschenden Aufbruchstimmung nach der Krise“, sagt Dr. Martin Wilhelmi, „erwarten wir gute Kontakte mit Kunden aus aller Welt.“ Günther Heisskanaltechnik verspricht allen Besuchern des Messestandes, ein „blaues Wunder“ zu erleben. Das Unternehmen will der Fachöffentlichkeit eine neue Technik für Düsen-Heizelemente präsentieren. Die in Frankenberg gefertigte Düsenheizung sei herkömmlichen Heizelementen in Sachen Produktivität, Energiebedarf und Qualität überlegen. Die neue Technologie vereinige gleich mehrere Vorteile auf sich: „Die Heizelemente sind im Durchmesser nicht nur erheblich kleiner, sie weisen auch eine wesentlich bessere Temperaturführung und damit eine schnellere thermische Reaktion auf“, teilt das Unternehmen mit. Die Heizelemente würden sich durch eine hohe Spannungsfestigkeit auszeichnen und seien nicht feuchtigkeitsempfindlich. „Mit diesen Features konnten wichtige Schritte in Richtung auf eine Platz sparendere, präzisere und energieeffizientere Heißkanalauslegung und damit für einen insgesamt effektiveren Spritzgießprozess gesetzt werden.“ Mit dieser neuen Technologie verschaffe sich Günther ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Die Firma Günther mit rund 190 Mitarbeiter und 33 Vertretungen im In- und Ausland liefert als Anbieter von Heißkanalsystemen Komponenten und Systeme in nahezu alle Bereiche der Kunststoffindustrie. Die Ausrichtung des Unternehmens liegt in der Entwicklung und Umsetzung kundenspezifischer Lösungen mit hoher Produktivität und Qualität.Unter dem Motto „gigantisch – gigantisch individuell – gigantisch lösungsorientiert“ steht der Messeauftritt der Firma Heitec Heisskanaltechnik. Das Bottendorfer Unternehmen verspricht die Präsentation einer „Sensation“. Heitec bietet Produkte für die Herstellung von Kunststoffteilen von weniger als 0,002 bis 36 Kilogramm an. Mit einem System aus dem Burgwald werden unter anderem die Transportboxen „Big Box“ gefertigt, eine der am häufigsten verwendeten Transportboxen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare