Sabrina Elcik wird am Sonntag als Pfarrerin ins Amt eingeführt

Neustart in der alten Heimat

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Die renovierte Löhlbacher Kirche fand Pfarrerin Sabrina Elcik sofort „wunderschön“ – ebenso wie in die in Battenhausen. Ab morgen sind die beiden Gotteshäuser „ihre“ Kirchen.

Haina-Löhlbach - Das Lächeln ist strahlend, der Blick offen, die Antworten klar und überlegt: Sabrina Elcik ist eine gute Zuhörerin und Gesprächspartnerin. Diese Eigenschaften braucht sie für die Aufgabe, die ihr als Pfarrerin ganz besonders am Herzen liegt: Sie möchte Menschen in schweren Momenten Halt geben und ihnen Last abnehmen.

„Für mich stand immer fest, dass ich irgendwann zurückkomme“, sagt Sabrina Elcik, geborene Spiel. Die neue Löhlbacher und Battenhausener Pfarrerin stammt aus Dodenhausen. Während es andere Kollegen in Großstädte zieht - wie zuletzt Dr. Sebastian Renz - habe sie schon während eines vierjährigen Aufenthalts in Berlin gewusst, dass sie wieder zurück aufs Land wollte.

Im Frühjahr schauten sie und ihr Mann Andreas sich unauffällig das Pfarrhaus und den großen Garten an. „Wir haben uns sofort verliebt“, erinnert sie sich. Sie bewarb sich um die Stelle - und der Kirchenvorstand entschied sich für sie.

Der Umzug von Rengshausen nach Löhlbach war stressig. Doch mittlerweile sind Sabrina Elcik, ihr Mann Andreas und ihre Tochter Elisabetha (3), kurz Lizzy, im Pfarrhaus angekommen: „Wir fühlen uns jeden Tag mehr zu Hause.“ Auch Lizzy hat den Abschied von ihren Freunden überwunden und ist wieder fröhlich.

Besonders freut sich Sabrina Elcik über die Nähe zu ihren beiden Geschwistern und den Eltern, die in Dodenhausen leben. Denn nicht nur die Pfarrerin, auch ihre Eltern müssen oft samstags und sonntags arbeiten - gemeinsame freie Wochenenden für einen Besuch waren bisher sehr selten. „Es ist schön, dass ich jetzt abends, wenn ich Zeit habe, einfach rüberfahren kann“, freut sich die 35-Jährige. Auch in Wiesenfeld hat sie Familie und in Dodenhausen alte Freunde. Dennoch: Der Abschied von Rengshausen ist der Familie nicht leicht gefallen.

In den vergangenen zwei Wochen hat Sabrina Elcik schon viele Aspekte des Lebens in ihrer neuen Kirchengemeinde kennengelernt. Die bestehenden Gruppen, Chöre, Seniorentreffen und Besuchsdienste will sie weiterführen und begleiten. „Das ist eine engagierte, lebendige Gemeinde. Die Strukturen gefallen mir, und was es bereits gibt, das liegt mir“, sagt sie dankbar. Auch mit der Hainaer Pfarrerin Beate Ehlert versteht sie sich sehr gut: „Da macht die Arbeit Freude.“ Besonders glücklich ist sie, wieder Konfirmandenunterricht zu geben: Das hatte in Rengshausen nicht zu ihren Aufgaben gehört.

Sie hofft sehr, für eine elementare Aufgabe mehr Zeit zu haben: die Seelsorge, also die Begleitung von Menschen in prägenden, oft sehr schweren Lebenslagen. „Deshalb bin ich Pfarrerin geworden.“

(Von Andrea Pauly)

Der Einführungsgottesdienst für Sabrina Elcik findet am Sonntag, 14. September, ab 14 Uhr in der Löhlbacher Kirche statt.

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