Frankenberg

Neustart oder Ende im Jubiläumsjahr?

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- Frankenberg (rou). So oder so, der 26. Oktober dürfte in die Geschichte der Burgwald-Kaserne eingehen: In einer Bundespressekonferenz am Mittwoch um 12.30 Uhr will Bundesverteidigungsminister de Maizière seine Entscheidungen zum Stationierungskonzept der Bundeswehr präsentieren.

Hat die Burgwald-Kaserne eine Zukunft oder müssen sich die Soldaten des Bataillons für Elektronische Kampfführung ab Mittwochnachmittag mit der Auflösung ihres Standortes befassen? Unter Umständen sogar im Jubiläumsjahr? 2012 würde der Standort 50. Seit Monaten beschäftigt diese Frage die in der Burgwald-Kaserne arbeitenden Menschen, ja sogar die gesamte Region. Denn die Bundeswehr ist im Frankenberger Land fest verwurzelt. Immerhin haben seit der Aufstellung des Verbandes vor 49 Jahren Zehntausende Soldaten vorübergehend oder dauerhaft eine Heimat im Frankenberger Land gefunden.

Aktuell versehen knapp 1100 Soldaten ihren Dienst im EloKa-Bataillon 932. Die Kaserne ist somit der größte Arbeitgeber Frankenbergs und damit einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in der Region. Aus diesem Grund haben in vertraulichen Gesprächen auch Kommunalpolitiker jeglicher Coleur versucht, ihren Einfluss geltend zu machen und für den Erhalt des Standorts zu werben (wir berichteten). Ob diese Versuche erfolgreich waren, wird vermutlich für immer ein Geheimnis bleiben. Denn Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière wird sicherlich nicht einräumen, dass politischer Druck von der Basis die Grundlage für sein neues Stationierungskonzept war – vielmehr wird er am Mittwoch in der für 12.30 Uhr angesetzten Bundespressekonferenz wohl auf militärstrategische Überlegungen verweisen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 25. Oktober

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