Nur noch ein Bahntarif bis Marburg: Fahrgäste sollen es leichter haben

Waldeck-Frankenberg. Wenn im September die Bahnstrecke Frankenberg-Korbach eröffnet wird, sollen es Reisende einfacher haben. Sie müssen nur noch ein Fahrticket kaufen, wenn sie die Grenze des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) überschreiten und in das Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) fahren und umgekehrt.

Bislang waren für eine Fahrt von Korbach nach Marburg zwei Tickets nötig. Die Fahrt wird aber zehn Cent teurer und kostet dann 15 Euro.

Bisher galt der Übergangstarif nur für die Orte südlich von Frankenberg. Das heißt, wer zum Beispiel von Burgwald nach Münchhausen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, überschreitet die Gebietsgrenzen, zahlt aber nur den Tarif des RMV und muss nur eine Fahrkarte lösen. Das gilt laut NVV ab sofort auch für Fahrten aus Korbach, Vöhl und Lichtenfels. Von dort aus gelten sämtliche RMV-Tickets, bis hin zu Jahreskarten, auch für Schüler. „Diese Erweiterung ist ein echter Vorteil für die Fahrgäste“, sagte Sabine Herms, Sprecherin des NVV.

Nach der Eröffnung der Bahnstrecke am 14. September könnten die Fahrgäste zwischen Korbach und Marburg reisen, ohne umzusteigen und ohne ein zusätzliches Ticket lösen zu müssen. Die neue Bahnstrecke sei der Anlass für die Erweiterung der Korridore für den Übergangstarif. Die Kommunen Bromskirchen, Bad Wildungen, Edertal und Waldeck zählen nicht zum Übergangstarif für Bus und Bahn. Aus diesen Bereichen erwartet der NVV nicht genug Nachfrage.

Tages- und Monatskarten sind laut NVV damit nun billiger. Eine Fahrt von Vöhl nach Wetter kostete beispielsweise bisher 17,35 Euro, die sich auf zwei Tickets aufteilten. Jetzt gilt dort nur noch der RMV-Tarif: 15,80 Euro. Die Änderungen gelten bereits, teilte der NVV am Mittwoch mit. Und er gab außerdem bekannt: Schwarzfahren wird ab August teurer.

Von Stefanie Rösner

Quelle: HNA

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